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Andacht vom 17.10.2006:

Was, bitte, ist töten?

Du sollst nicht töten. 2. Mose 20,13

Töten? Das tun wir doch alle nicht - oder etwa doch? In Hebräer 4,12 wird das Wort Gottes als ein "Zweischneidiges Schwert" und damit als eine scharfe Waffe bezeichnet. Worte sind Waffen. Jeder von uns hat schon erlebt, dass ein Wort, ein Satz, die Aussage eines Gegenübers uns tief verletzt hat - und jeder von uns hat auch schon erlebt, dass die eigenen Worte einen anderen zum Rückzug veranlasst, zum Schweigen oder gar zum Weinen gebracht haben.

Als Jesus in der Bergpredigt über die tiefere Bedeutung des sechsten Gebotes sprach, da ging es ihm um unsere Haltung gegenüber dem anderen ("Wer auf seinen Bruder zornig ist...") und um unsere Worte ("Wer zu seinem Bruder sagt..." Mt 5,22 GNB). "Worte haben Macht über Leben und Tod; wer sich hingebungsvoll mit ihnen beschäftigt, kann viel durch sie erreichen." (Spr 18,21 GN) Worte, die verurteilen, anklagen oder verleumden, sind Worte, die töten. Und wenn wir über den anderen negativ reden, hantieren wir in diesen Augenblicken mit tödlichen Waffen. Sie zerstören nicht nur die Beziehung zu dem Betroffenen, sondern mit der Zeit auch jegliches Vertrauen und Wohlwollen.

Wenn Jesus uns das sechste Gebot in dieser Weise auslegt, dann tut er das nicht, um uns allen Spaß zu nehmen, sondern um unsere Beziehungen zu schützen. Gleich anschließend geht es ihm um die versöhnte Beziehung zum anderen (Mt 5,23-25). Versöhnung können wir aber nur dann erleben, wenn wir unsere Waffen (Worte) nicht gegen den anderen richten, sondern sie zu seinen Gunsten gebrauchen - indem wir ihm Worte der Anerkennung, des Lobes, der Ermutigung, der Anteilnahme und der aufrichtigen Liebe sagen. Das gilt für den Umgang mit unserem Partner ebenso wie für den Umgang mit unseren Kindern, unseren Freunden und den Menschen, für die und mit denen wir arbeiten. Es gilt auch für die Angehörigen anderer Konfessionen und für alle Menschen, mit denen wir in Kontakt kommen.

Paulus macht uns deshalb Mut: "Lasst kein giftiges Wort über eure Lippen kommen. Seht lieber zu, dass ihr für die anderen in jeder Lage das rechte Wort habt, das ihnen weiterhilft ... Weg also mit aller Verbitterung, mit Aufbrausen, Zorn und jeder Art von Beleidigung! Schreit einander nicht an. Legt jede feindliche Gesinnung ab." (Eph 4,29.31 GN) Indem wir diesen Rat beherzigen, achten wir das Gebot Gottes: "Du sollst nicht töten."

Wolfgang Stammler

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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