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Verfasser:Mag. Esther Neumann
Erschienen in:Top Life Aktuell 1306

Wenn Aufstehen Schwerarbeit ist

Aufstehen ist Schwerarbeit. Für die meisten wenigstens. Besonders im Winter. Und Gymnastik kommt so früh am Morgen schon gar nicht in Frage. Dann bleiben Sie doch einfach noch im Bett und versuchen Sie es mit sanfter Gymnastik! Wetten, das Aufstehen geht dann fast von alleine, und besser fühlen Sie sich obendrein.

Der Wecker schrillt. Der Kopf sagt: "Los, raus aus den Federn!" Der Körper aber: "Ach geh, so warm und gemütlich ist es im Bett, noch ein paar Minuten bitte"

Warum fällt das Aufstehen so schwer? Im Schlaf haben sich unsere Körperfunktionen verändert. Atem- und Herzfrequenz, Körpertemperatur und Blutdruck sind gesunken. Die Muskulatur ist erschlafft. Und so soll man beim ersten Klingeln aus dem Bett springen? Unmöglich. Darum: Gehen wir es behutsam an! Der Kreislauf muss angekurbelt, die Körpertemperatur wieder hochgefahren werden. Auch der Geist muss wieder in Schwung kommen. Ein paar einfache Übungen helfen beim Übergang von Ruhe zur Betätigung. Dabei darf man sogar noch im Bett liegen bleiben.

Begonnen wird mit etwas, was scheinbar gar nichts mit Bewegung zu tun hat. GÄÄÄHNEN! Damit bekommen wir einen ersten Sauerstoffschub, es erhöht den Blutdruck und den Herzschlag. Es werden alle Muskeln, Gelenke und Sehnen von Hals und Gesicht aktiviert. Man darf sogar die Arme in die Höhe strecken, dann kommen noch andere Muskeln dazu.

Jetzt drehen Sie sich bequem auf den Rücken und massieren Sie mit Ihren zwei Mittelfingern die Schläfen, links und rechts, Augenbrauen und Stirn. Dabei können Sie Ihrem Schöpfer-Gott und Lebens-Erhalter gleich für die gute Nachtruhe danken. Hat das mentale Aufwachen geklappt?

Dann sind wir bereit zu einem Fingertanz. Mit beiden Händen eine Faust machen, dann Hände öffnen und Finger spreizen, ein paarmal wiederholen. Nun mit dem Daumen alle Finger schnell hintereinander einmal berühren, ein paarmal hin und zurück. Finger haben besonders viele Nerven, die bis ins Gehirn ziehen. Wir wecken so unsere Schaltzentrale.

Nun kommen die Füße dran. Zehen einziehen und wieder strecken, einziehen, strecken, einziehen strecken. Füße auf und ab wippen. Das fördert die Durchblutung und regt den Kreislauf an.

Jetzt sind Sie bereit, die Decke mit Schwung zurückzuwerfen. In Rückenlage, die Arme seitlich neben dem Körper, werden die Beine gehoben. Nun geht es los mit Radfahren. Zehn Mal vor und zehn Mal zurück. Es darf auch wiederholt werden. Da Sie schon auf dem Rücken liegen, werden nun beide Knie umfasst und zur Brust gezogen. Jetzt schaukeln Sie vor und zurück, vor und zurück, links und rechts. Erst sanft, dann darf es ruhig etwas mit mehr Schwung gemacht werden. Die Wirbelsäule wird dadurch mobilisiert und die Rückenmuskulatur massiert. Immer noch auf dem Rücken? Na gut, dann klemmen Sie Ihren Polster zwischen die Knie, die Beine sind dabei angewinkelt, die Arme liegen neben dem Körper. Nun wird das Becken hochgedrückt. Der Po wird zusammengezwickt. Oberschenkel und Oberkörper bilden eine Linie. Kurz halten, Becken senken, aber nicht ablegen. Die Übung wird einige Male wiederholt. Wenn eine Katze geschlafen hat und aufsteht, rennt sie nicht gleich davon. Sie macht zuerst einmal eine Katzendehnung. Das sollten wir ihr nachmachen. Wir gehen in die Bankstellung auf Knie und Hände. Das Gesäß geht in Richtung Fersen, die Hände rutschen so weit wie möglich nach vorne. Der Oberkörper wird sanft zur Matratze gedrückt. Brust- und Schultermuskeln werden gedehnt. Ein paarmal wiederholen.

Sind Sie nun bereit, das Bett zu verlassen? Immer noch nicht? Also noch einen letzten Kick! Bitte, im Bett hinknien. Nun ein kleines, eher hartes Kissen in die Luft werfen. Mit Boxschlägen wird es in der Luft gehalten. Das verbessert die Reaktionsfähigkeit. Nun aber raus aus dem Bett, es ist höchste Zeit!! Wählen Sie jeden Morgen ein paar der Übungen aus. Dadurch werden das Erwachen und das Aufstehen leichter. Wenn einmal genug Zeit vorhanden ist, erfinden Sie andere Übungen dazu. Es macht einfach Spaß, den Tag so zu beginnen.

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