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Verfasser: Pierre Intering
Erschienen in:Top Life Aktuell 1202

Ein ewiger Kreislauf?

Frühling, Sommer, Herbst, Winter ... Neujahr, Fasching, Ostern, Pfingsten, Sommerferien, Schulbeginn, evtl. Herbstferien, Weihnachten ... und wieder von vorne ... Jedes Jahr das Gleiche. Ein ewiger Kreislauf. Wie langweilig. ...

Nur, wenn man die Sache näher betrachtet, da wird es schon spannender. Was hat man nicht alles in diesen Jahren persönlich erlebt! Da war ein Jahr ganz anders als das nächste. In dem einen hat man die glücklichste Zeit mit allen Hochgefühlen erlebt, im anderen ging man durch ein tiefes Tal. In dem einen Jahr hätte man die halbe Welt umarmen können und schon im nächsten hat es Zeiten gegeben, da wollte man keinen mehr sehen.

Nein, ich denke da nicht an die typischen Schwankungen eines depressiven Menschen. Es ist der Alltag, pardon, das "Alljahr". Es kann schon sein, dass man tagaus, tagein 40 Jahre lang die gleiche langweilige Arbeit in derselben Firma verrichtet. Aber selbst wenn dieser eher seltene Umstand zutrifft, sorgt das Leben selbst für genügend Abwechslung – oft mehr, als einem lieb ist. Das Problem der jährlichen Wiederholungen ist, dass wir uns etwas viel zu wenig bewusst machen: Auch wenn sich bestimmte Dinge wiederholen, ist doch jeder Tag ein ganz spezieller. Diesen Tag, genauer noch, diese Stunden, erleben wir nur ein einziges Mal. Ja, ich weiß, dass dies nichts Neues und wahrscheinlich auch nicht unbedingt etwas besonders Weises ist. Und doch sind wir uns der verrinnenden Zeit viel zu wenig bewusst und leben sie so, als wäre es nichts Besonderes. Und auf einmal sind wir alt ... und nicht selten stürzt so mancher in eine Krise.

Bezüglich der wiederkehrenden Feste oder Feiertage hat das bewusste Wahrnehmen auch eine wichtige Bedeutung. Es ist schon angenehm, dass man zu Ostern einen Feiertag hat. Was feiern Sie da? Nein, ich will damit nicht andeuten, dass Sie zur Kirche oder zu irgendeiner Weihe pilgern müssen. Aber was zu dieser Zeit vor über 2000 Jahren geschah, hat auch etwas mit unserer Gegenwart zu tun. Viele christliche Werte in unserer Kultur, um die uns viele unfreie Länder beneiden, haben damit zu tun, dass Jesus Christus, der Sohn Gottes, leiblich unter uns war und das größte Opfer gebracht hat, das jemand darbringen kann – nämlich sich selbst. Was das persönlich mit mir zu tun hat, ob ich nun religiös bin oder nicht, und wie ich auf (über)lebenswichtige Antworten für meine Zukunft komme, das zu bedenken lohnt sich jede Zeit.

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Erschienen in: Top Life Aktuell 1106

 

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