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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1605

Das Leben lieben - ist mit dem Tod wirklich alles aus?

Es ist ein schöner Spätsommertag, während ich diese Zeilen schreibe. Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel, die Temperaturen sind angenehm. Doch schon bald werde ich mir eine Jacke holen, um noch länger im Garten bleiben zu können. Ja, in der Nacht wird es schon recht frisch, am Morgen sind in unserem Tal noch Nebelfelder zu erkennen. Von meinem Sessel aus richtet sich mein Blick auf die Weinhecke, die sich an der Pergola entlang rankt.

Tatsächlich - die ersten Blätter färben sich rot, Anzeichen für den bald beginnenden Herbst. Ich persönlich mag diese Jahreszeit sehr, zeichnet sie sich doch durch so viele Farbtöne aus. Meine Hündin liebt es, durch das raschelnde Laub am Boden zu laufen, und ich hebe gerne so manche schöne Kastanie vom Boden auf. Doch nicht allen macht der Herbst Freude. Viele Menschen neigen gerade jetzt zu Depressionen. Erinnert uns doch so vieles an die Vergänglichkeit der Natur und des menschlichen Lebens. Wenn es kälter und dunkler wird, die Bäume ihren Blätterschmuck verlieren, manche Tiere sich ihren Wintervorrat zulegen oder sich langsam in den Winterschlaf begeben, dann ist der Gedanke ans Vergehen, Sterben und an den Tod naheliegend. Und damit kommen wir Menschen schwer zurecht.

Was löst der Gedanke an den Tod in Ihnen aus? Vielleicht den unbändigen Wunsch, noch mehr von diesem Leben zu haben, nur ja nichts zu versäumen, möglichst viel zu erleben? Dann geht es Ihnen wie vielen anderen auch. Die Grenze, die uns der Tod setzt, scheint unüberwindbar. Die Ausweglosigkeit bedroht uns. Und um dies nicht wahrhaben zu müssen, haben wir uns unsere Strategien, Ideologien, Weltanschauungen und Religionen zurechtgelegt. Nein, mit dem Tod kann/darf nicht alles aus sein! Vielleicht leben wir ja in einem anderen Körper weiter, werden immer wieder neu geboren? Oder begibt sich unsere Seele nach dem Tod in andere Sphären? Leben wir doch weiter - irgendwie, irgendwo? Das wäre tröstlich, meinen wir zumindest. Doch was, wenn wir uns dabei geirrt haben? Wenn wir uns selbst etwas vormachen? Man müsste einen Experten fragen, jemanden, der sich mit dem Leben (und dem Tod) wirklich gut auskennt. Wo gibt es zuverlässige Antworten auf die letzte Frage?

Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Fragen wir doch denjenigen, der das Leben überhaupt erst "erfunden" hat! Er ist nicht ferne von uns - Gott hilft uns gerne weiter. Er kennt nicht nur unsere Vergangenheit und Gegenwart, sondern weiß auch um die Zukunft. Nur Gott steht über Raum und Zeit. Er ist weder durch Geburt noch durch den Tod begrenzt, denn er ist ewig. Ein wichtiger Punkt übrigens: Wir Menschen sind vergänglich. So heißt es in der Bibel: "Dem König der Zeitalter aber, dem unvergänglichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit!" (1.Timo­theus 1,17 ELB) "Der allein Unsterblichkeit hat und ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, auch nicht sehen kann. Dem sei Ehre und ewige Macht!" (1.Timo­theus 6,16 ELB) Eine klare Aussage. Allein Gott ist unvergänglich. Was passiert dann aber mit uns Menschen, wenn wir sterben? Lebt denn gar nichts von uns weiter?

Die Bibel gibt uns zuverlässige Antwort auf die immer aktuelle Frage nach Leben und Tod. Und sie ist ganz klar in ihrer Aussage, was mit uns Menschen nach dem Tod geschieht: "Denn die Menschen und Tiere erwartet das gleiche Schicksal - sie müssen alle sterben. Beide atmen dieselbe Luft. Die Menschen haben den Tieren nichts voraus; denn alles ist vergänglich. Beide enden an demselben Ort - beide werden zu Staub, aus dem sie auch hervorgegangen sind und zu dem sie wieder zurückkehren" (Prediger 3,19.20 NL)

Ganz ehrlich: Das klingt nicht angenehm, nicht wahr? Wer möchte denn einfach nur wieder zu Staub werden, wenn doch das Leben so schön ist? Doch was erwartet uns im Tod? Vielleicht zerfällt nur der Körper, während die Seele weiterlebt? Auch darin ist die Bibel unmissverständlich, wenn sie sagt: "Die Lebenden wissen noch, dass sie sterben werden, die Toten wissen gar nichts mehr [...] Sie können nicht mehr lieben, nicht mehr hassen und nicht mehr nach etwas streben - das alles ist vorbei" (Prediger 9,5.6 NL).

Mit anderen Worten: Die Toten ruhen wie in einem tiefen Schlaf ohne Bewusstsein, sie haben keinen Anteil mehr an dem, was auf der Erde vor sich geht.

Vielleicht erschreckt Sie diese Erkenntnis nun. Wäre es nicht viel besser, mit den lieben Verstorbenen noch Kontakt haben und reden zu können? Eine ernste Zwischenbemerkung an dieser Stelle: Genau dieses Bestreben öffnet dem Okkultismus Tür und Tor und bringt uns in tödliche Gefahr. Wie gehen wir nun aber mit der Tatsache um, dass unsere Verwandten, Freunde ... nach dem Tod ruhen? Dazu ein persönliches Wort: Ich bin beruhigt und froh, dass es im Himmel keine unsterblichen Seelen gibt. Wie furchtbar wäre es für unsere Mütter und Väter, für unsere Freunde, kurz gesagt, für all die Verstorbenen, wenn sie das Tun und Treiben der noch Lebenden beobachten müssten! So viel Leid geschieht auf dieser Erde, so viel Böses, so viel Unglück, persönliche Fehlentscheidungen und Nöte - wie gut, dass die Toten nichts davon wissen und mitbekommen! Sie dürfen in Frieden ruhen, bis - ja, bis wann eigentlich?

Gott lässt uns über unsere Zukunft nicht im Unklaren. Die Bibel ist ein Buch der Hoffnung. Und das Wort "Evangelium" bedeutet übersetzt "Gute Nachricht". Was ist denn nun die Hoffnung der Christen? Um diese Frage zu beantworten, gehen wir für einige Momente zurück zum Anfang. Woher kommen wir? Die Bibel sagt, dass wir von einem liebenden Gott geschaffen, also erdacht und gemacht wurden (1. Mose 1,26.27; Psalm 139,13-16). Wir sind nicht das Ergebnis eines Zufalls, sondern gewollt! Gott hat uns das Leben gegeben. Und er kann uns auch neues Leben schenken! Dieser Gott hat Schöpfermacht. So sagt Jesus von sich selbst: "Denn wie der Vater Leben in sich selbst hat, so hat er auch dem Sohn gegeben, Leben zu haben in sich selbst" (Johannes 5,26 ELB).

Niemand musste Gott das Leben schenken - er ist es. Und eben diese Kraft, zum Leben zu erwecken, hat Jesus in seinem Dienst auf der Erde mehrfach gezeigt. Denken wir nur an die Auferweckung des Lazarus! Vier Tage war dieser schon tot im Grab gelegen, als Jesus mit seinen Jüngern eintraf. Ist Jesus etwas unmöglich? Lesen wir nach: "Jesus spricht: Nehmt den Stein weg! Die Schwester des Verstorbenen, Marta, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist vier Tage hier. Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen? Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Ich aber wusste, dass du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast. Und als er dies gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm heraus! Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht ihn frei und lasst ihn gehen!" (Johannes 11,39-44 ELB).

Eine wunderbare Offenbarung der Macht Gottes! Diese Begebenheit gibt mir Hoffnung. Der Gott der Bibel ist Herr über Leben und Tod - und er will auch mir eines Tages neues Leben schenken.

Eines Tages? Dann, wenn Jesus wiederkommt - in Herrlichkeit und als Sieger über alles Böse. Auf diesen Tag freue ich mich von Herzen! Denn dann bricht die Ewigkeit an, für alle, die sich zu Lebzeiten für Jesus entschieden haben. Davon mehr in einem weiteren Artikel. Für diesmal möchte ich festhalten: Der Tod hat nicht das letzte Wort! Paulus ruft uns in seinem Brief an die Korinther zu: "Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in Sieg. Wo ist, Tod, dein Sieg? Wo ist, Tod, dein Stachel? [...] Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus!" (1. Korinther 15,54-57 ELB).

Was bedeutet das alles nun für uns, die wir heute leben? Der Gedanke an den Tod muss uns keine Angst mehr machen. Unser Leben liegt in Gottes Hand. Er ist der Einzige, der uns neues Leben schenken kann und wird. Dabei ist festzuhalten: Niemand ist zu einem Leben mit Gott gezwungen. Die Entscheidung für den Glauben ist freiwillig. Aber es ist auch die beste Wahl, die ein Mensch überhaupt treffen kann, denn damit entscheiden wir uns für das Leben, jetzt und hier - und in Ewigkeit. Darum gilt uns auch das Wort des Psalm-Schreibers: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden" (Psalm 90,12 LUT).

Die Botschaft der Bibel über Leben und Tod macht mich nachdenklich und ermutigt mich, Gott zu vertrauen. Wie geht es Ihnen damit?

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