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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1104

Wunderbare Welt

Haben Sie Ihren Urlaub schon genossen und die Ferienzeit gut verbracht? Vielleicht konnten Sie sich bei einem Badeurlaub am Meer erholen, haben sich im kühlen Nass erfrischt und den Sand zwischen den Zehen gespürt. Oder aber Sie haben beim Wandern die klare Waldluft genossen und majestätische Berggipfel betrachtet. Wie auch immer – die Wunder der Natur schenken uns (nicht nur) im Urlaub beeindruckende Augenblicke und Zeiten der Erquickung. Unsere Welt ist einerseits ein Ort atemberaubender Schönheit und andererseits ein bedrohtes Universum, zerbrechlich und von uns Menschen schon stark in Mitleidenschaft gezogen. Für uns umso mehr ein Grund, diesem unseren Planeten Erde einen Artikel zu widmen und gemeinsam mit Ihnen zu bedenken, wie viel uns mit unserer Welt eigentlich geschenkt worden ist.

Wunder der Natur

Für gestresste Stadtmenschen ist ein Spaziergang im Grünen eine Zeit der Erholung und Entspannung. Kein Wunder, spricht man doch gerne vom „Doktor Wald“. Nicht nur die körperliche Fitness wird bei einem Aufenthalt an der frischen Luft gesteigert, sondern es ziehen auch Seele und Geist ihren Nutzen von den Eindrücken der Natur. Wenn die würzige Waldluft unsere Sinne umweht und das Gras unter den Füßen kitzelt, werden so manche trüben Gedanken vertrieben. Mit anderen Worten – dem ganzen Menschen tut es gut, die Wunder der Schöpfung zu erleben und zu genießen. Und dabei ist unsere Welt so vielfältig: Vom immergrünen Nadelwald bis hin zum Steppengras, von der sprudelnden Quelle zum Meeresrauschen, vom schneebedeckten Gletschergipfel zur heißen Sandwüste entfaltet sich vor unseren Augen ein gewaltiges Panorama an Naturschönheit. Dabei kommt der Mensch zur Besinnung und fragt sich: Woher stammt dies alles? Soll so viel Pracht von alleine entstanden sein? Schon im Brief des Apostels Paulus an die Römer wird festgehalten: "Sein (Gottes) unsichtbares Wesen, sowohl seine ewige Kraft als auch seine Göttlichkeit, wird seit Erschaffung der Welt in dem Gemachten wahrgenommen und geschaut …" (Römer 1,20). Auch die Psalmschreiber erkennen in der Pracht der Schöpfung die Herrlichkeit Gottes. So heißt es etwa in Psalm 104: "Preise den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr groß, mit Majestät und Pracht bist du bekleidet. Du, der in Licht sich hüllt wie ein Gewand, der die Himmel ausspannt gleich einer Zeltdecke, der seine Obergemächer errichtet in den Wassern, der Wolken macht zu seinem Wagen, der einherzieht auf den Flügeln des Windes …" (Psalm 104,1-3) Glücklich also, wer die Eindrücke der Natur genießt und dabei auch seines Schöpfers gedenkt!

Wunder der Tiere

Haben Sie ein Haustier? Dann verstehen Sie sicher, was wir meinen, wenn wir von den "Wundern der Tiere" schreiben. Die Fauna unseres Planeten macht nicht nur Kinderherzen froh und glücklich. Es stimmt, in der letzten Zeit berichten die Medien vermehrt von unglücklichen Begegnungen zwischen Mensch und Tier. Unsere Welt – und das betrifft auch die Tierwelt - ist vom jahrtausendelangen Missbrauch und Schaden nicht unbetroffen geblieben. Doch noch immer ist der Umgang mit Tieren für viele Menschen eine Quelle der Freude. Ellen White, eine bekannte christliche Schriftstellerin, betonte: "Die Verständigkeit, die viele Tiere zeigen, reicht so nahe an die der Menschen heran, dass es wie ein Wunder erscheint. Die Tiere sehen, hören, lieben, fürchten sich und leiden. Sie zeigen Mitgefühl und Empfindsamkeit gegenüber ihren Leidensgenossen. Viele Tiere entwickeln eine Zuneigung zu denen, die sie betreuen, die der Zuneigung weit überlegen ist, wie man sie unter manchen Menschen findet." ("Auf den Spuren des großen Arztes", S. 254).

Übrigens: Die Bibel spricht viel öfter über Tiere, als wir es erwarten würden, z.B. in den Sprüchen Salomons: "Der Gerechte kümmert sich um das Wohlergehen seines Viehs" (Sprüche 12,10). Keine Überraschung für den Bibelleser, denn schon auf den ersten Seiten der Bibel wird von einer ungetrübten Harmonie der ganzen Schöpfung berichtet – einer Zeit, in der es weder Angst noch Feindschaft zwischen Mensch und Tier gab. Adam sollte den Tieren ihre Namen geben und für ihr Wohlergehen sorgen – Stichwort: Tierschutz. Er sollte nicht nur ein Anliegen eifriger Aktivisten sein, sondern geht uns alle an, denn dem Menschen ist seit der Schöpfung die Verwaltung über den Planeten Erde anvertraut – und dies schließt den achtsamen Umgang mit allen Geschöpfen ein …

Wunder der Menschen

Ja, Sie haben richtig gelesen. Zu den Wundern unseres Planeten gehört auch und vor allem das Geschöpf Mensch. Jeder Mensch ist ein Universum in sich, eine Welt voller Persönlichkeit, Charakter und Geschichte. Überlegen Sie doch nur, wie wunderbar allein Ihr Körper funktioniert. Jede Krankheit, jeder Schmerz macht uns bewusst, wie wertvoll die Gesundheit für uns ist. Gerade Mediziner, die unsere inneren Vorgänge studieren und untersuchen, kommen immer wieder zur Erkenntnis, dass das "Wunderwerk Mensch" nicht von alleine entstanden sein kann. Schon der Psalmschreiber David staunte: "Du wobst mich in meiner Mutter Leib. Ich preise dich darüber, dass ich auf eine erstaunliche, ausgezeichnete Weise gemacht bin. Wunderbar sind deine Werke, und meine Seele erkennt es sehr wohl." (Psalm 139,13.14).

Eine andere Sache ist, was wir aus dem „Wunder Mensch“ machen bzw. gemacht haben. Wir leben oft nicht so, wie es unserer Würde als Mensch entspricht, und schädigen Körper, Seele und Geist. Jemand meinte einmal, jeder Mensch sei wie ein Kunstwerk, das im Laufe der Zeit beschädigt worden ist. Nun müsse es freigelegt und zu seiner ursprünglichen Schönheit zurückgeführt werden. Und tatsächlich ist jeder Mensch ein Original aus des Meisters Hand, wie es schon auf den ersten Seiten der Bibel heißt: "Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie." (1.Mose 1,27).

Mann und Frau - auch die herzliche Gemeinschaft untereinander, die Vertrautheit einer Ehe, die Liebe und die Gemeinschaft sind uns aus dem Paradies mitgegeben. Keine Selbstverständlichkeiten mehr in einer Welt, in der alte Ordnungen und sichere Werte angefragt und bedroht sind. Umso wichtiger daher, die Trends der Zeit bewusst in Frage zu stellen und zu schützen, was dem Menschen wirklich gut tut! Nicht umsonst fordert uns die Bibel mehrfach auf: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Verstand und deinen Nächsten wie dich selbst." (Lukas 10,27).

Die Einheit zwischen Gott und dem Menschen einerseits und den Menschen untereinander andererseits entspricht einem paradiesischen Zustand, der im Kleinen wieder von neuem beginnen kann.

Stichwort "Neubeginn"

Die Schönheit unserer Welt, die bis heute erhalten geblieben ist, kann uns zu einer frohen Dankbarkeit führen. Menschen, die nicht alles für selbstverständlich nehmen, danken ihrem Schöpfer für all das Gute, das sie im Leben umgibt und begleitet. Dankbarkeit macht schließlich froh und zufrieden und führt uns zu einem verantwortungsvollen Umgang mit den Dingen und Wesen, die uns anvertraut sind.

Dennoch müssen wir uns eingestehen, dass wir nur einen kleinen Beitrag zur Erhaltung unserer Erde leisten können. Im Großen und Ganzen können wir diesen Planeten nicht retten, denn die Spuren der Verwüstung und Vergänglichkeit sind zu deutlich und zu nachhaltig. Dies führt aber gerade den Gläubigen nicht zur Verzweiflung oder zur Aufgabe. Er leistet seinen Beitrag im Wissen um seine Verantwortung für seine Mitgeschöpfe, aber er weiß: Alles vergeht, doch die Hoffnung und die Vorfreude auf Gottes neue Welt bleibt - eine Welt, die im letzten Buch der Bibel, der Offenbarung, wie folgt beschrieben wird: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. […] Und ich hörte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu." (Offenbarung 21, 1-5). Diesen Tag sehnt die ganze Schöpfung herbei. Dieser Tag ist das Ziel der Menschheitsgeschichte. Ich freue mich darauf - freuen Sie sich auch?

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