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Verfasser:Mag. Kurt Piesslinger

Wohin steuert unser Planet?

Über Naturkatastrophen, Unglücke und was die Bibel dazu sagt

Wie gut haben es doch manche Leute. Die können sich einen Urlaub im Winter in einer warmen Gegend leisten. Da locken Destinationen wie die Malediven, Thailand oder Sri Lanka. Wo auch immer sie hinfliegen, sie werden in der Sonne liegen, Sand unter ihren Füßen, Palmenzweige über ihrem Haupt und die Abkühlung im herrlichen Meer. Sonne, Sandstrand, Leben pur. Niemand ahnt, wie schnell sich alles schlagartig ändern kann.

Es ist Sonntag, der 26. Dezember 2004. Vergnügte Urlauber liegen verstreut am Strand des Indischen Ozeans. Schreien schreckt sie auf. Auch die Brandung des Meeres verändert plötzlich ihre Lautstärke. Und dann sieht man die Leute nur noch rennen. Sie rennen um ihr nacktes Leben. Ein gewaltiger Wellenberg bricht über sie herein. Die Wucht der Wellen ist so gewaltig, dass alles zerschmettert wird, worauf die Wassermassen treffen. "Tsunami" nennen die Japaner diese Naturkatastrophe. Das bedeutet Hafenwelle, das ist eine Welle, die erst an der Küste ihre volle Gefährlichkeit zeigt. Auf dem offenen Meer ist sie harmlos und nur ca. einen Meter hoch. Aber an der flachen Küste entwickelt sie ihre volle Gefährlichkeit. Urplötzlich wächst sie zu 10 bis 30m Höhe an und überflutet mit rasender Geschwindigkeit weite Küstengebiete. Ein Seebeben ist die Ursache dieser mit 800km/h durch das Meer sich ausbreitenden Wellen.

Wie groß müsste die Katastrophe erst sein, wenn gar ein Vulkan explodierte und ins Meer stürzte und gewaltige Flutwellen sich über die Küstengebiete ergießen würden. Ist dies ein denkbares Szenario?

Der Apostel Johannes sah diese Katastrophe bereits in einer Vision. Es stürzte etwas wie ein großer Berg mit Feuer brennend ins Meer, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut, und der dritte Teil der lebendigen Geschöpfe im Meer starb, und der dritte Teil der Schiffe wurde vernichtet. (Offenbarung 8,8.9)

Gerade haben wir das Ausmaß der Zerstörung durch das Seebeben im Indischen Ozean vor Augen. Um wie viel größer wird das Vernichtungsausmaß sein, wenn geschieht, was in der Offenbarung des Johannes vorausgesagt ist? Was wird noch alles kommen?

Wasserfluten

Es ist Anfang Dezember 2003. Die Landschaft zieht an mir vorüber. Gedankenverloren lausche ich der bekannten Stimme im Autoradio. Doch plötzlich bin ich hellwach. Meine Ohren konzentrieren sich auf die Schallwellen. Vergessen sind die vorigen Gedankengänge. Ein aktuelles Naturereignis hat sich zugetragen. Enorme Regenfälle haben in Frankreich den mächtigen Fluss Rhone gewaltig anschwellen lassen. So etwas kommt zuweilen vor. Es ist mir vertraut. Doch dann stockt mir der Atem. Die Wassermassen können nicht ins Mittelmeer abfließen. Warum denn nicht? Jeder Fluss fließt ins Meer. Wer kann ihn aufhalten? Wer kann einen Hochwasser führenden Fluss zum Stillstand bringen? Wer?

Ein Sturm ungeahnten Ausmaßes treibt meterhohe Wasserberge aus dem Mittelmeer auf die Mündungsstelle der Rhone zu. Der Orkan ist so stark, dass die Wellenberge den Fluss gestoppt haben. Dadurch geht die Rhone in die Breite und zwar so weit, dass ein riesiges Gebiet überschwemmt wird... War nicht schon in biblischen Zeiten solch ein Orkan, der das Rote Meer auseinander trieb, sodass die Israeliten durchmarschieren konnten? Nachdenklich setze ich meine Fahrt im Waldviertel fort. Vor kurzem standen die Dörfer in dieser Gegend unter Wasser. Eine Frau schilderte mir, wie innerhalb von zwei Minuten ihr Keller überflutet war und das Wasser im Wohnzimmer eineinhalb Meter hoch stand. Die Flut näherte sich rasend schnell in Form einer Wasserwand. Niemand hatte eine Chance dem zu entfliehen.

Heuschrecken

Gebannt starre ich auf den Bildschirm. "Weltweite Heuschreckenplage" steht in großen Lettern im Hintergrund des Nachrichtensprechers. Die folgenden Bilder zeigen die außergewöhnliche Dimension des Ereignisses. Wenn tausende kleine Insektenkiefer gleichzeitig zu knabbern beginnen, bleibt eine verödete, trostlose Landschaft zurück. Als unwahrscheinlich hätten Experten dieses Ausmaß der Naturkatastrophe eingestuft. Aber es ist wahr, nur allzu wahr. Schließlich wird vom Sprecher noch auf eine Begebenheit in ferner Vergangenheit Bezug genommen. Es sei eine biblische Plage wird ausdrücklich vermerkt.

Nun gehen meine Gedanken zurück in die Tage meiner Kindheit. Ich befinde mich in einer Klasse und vernehme die Worte der Pfarrerfrau, wie sie mit Eifer und großer Begeisterung die zehn Plagen in Ägypten schildert. Damals sah ich die Heuschrecken förmlich vor mir... Plötzlich verdunkelt sich die Sonne, das Rauschen von Millionen von Flügelschlägen dringt ans Ohr, sie gehen zu Boden und ihr Landeplatz verändert sich binnen Minuten von einer vegetationsreichen Landschaft in eine jämmerlich wirkende Öde.

Nun ist dies tatsächlich eingetreten? Allerdings in einem viel größeren Gebiet als je vorhersehbar. Mich schaudert. Was wird noch alles geschehen?

Trockenheit

Sie freuten sich auf den Sommer, die Wärme. Sie hofften auf einige regenfreie Tage, um diverse Freizeitunternehmungen durchzuführen. Alles klappte. Kein Regen trübte den Himmel über den Ausflugshungrigen. Eine Woche nach der anderen strahlender Sonnenschein. Schließlich wurden die Strahlen bedrohlich und immer bedrohlicher. Der Fluss Po zeigte erstmals wie er aussieht, wenn kaum mehr Wasser fließt. Fundamente von Brückenpfeilern wurden sichtbar. Bewohner der Poebene konnten sich nicht erinnern, je solches gesehen zu haben. Die Vegetation lechzte nach Nässe. Woche um Woche brannte die Sonne hernieder. Die Hitzewelle von Juli und August 2003 kostete 27 000 Menschen das Leben, allein 14 000 davon in Frankreich. Im spanischen Alicante stieg die Temperatur auf noch nie da gewesene 64 Grad Celsius im Schatten.

Schließlich begann eine merkwürdige Aktion. Die Menschen versammelten sich in den Kirchen und begannen um Regen zu bitten. Hatte die Wissenschaft nicht erklärt, es sei alles durch Zufall entstanden? Warum jetzt die Gebete an einen Schöpfergott? War es Instinkt, Hilflosigkeit oder die Ahnung, dass doch ein Schöpfer da ist und er der einzige ist, der hier eingreifen und die drohende Dürrekatastrophe abwenden kann? Erinnern wir uns immer nur dann an den Schöpfer, wenn uns die Kontrolle über die Natur zu entgleiten droht? Oder meinten wir, wir hätten die Natur tatsächlich im Griff? Mitunter stellen wir ohnmächtig fest, dass uns die Natur samt unserer hoch entwickelten Technik recht hilflos aussehen lässt. Der Schöpfer hat alles geschaffen und er kann auch wieder alles zerstören. Wann immer er will, lässt er es geschehen und wer kann ihm wehren?

Schon zur Zeit des Propheten Elia in Israel ist von einer verheerenden Dürre die Rede. Der Himmel wurde eisern. Kein Regentropfen fiel auf die staubige Erde. Die Menschen flehten zu ihren Göttern. Nichts geschah. Erst als der wahre Schöpfergott durch Elia angerufen wurde, änderte sich alles schlagartig und der Regen kam in Fülle. Haben wir etwas aus dieser Begebenheit gelernt? Erinnern wir uns erst an unseren Schöpfer, wenn wir existentiell bedroht sind? Denken wir erst über ihn nach, wenn wir auf dem Krankenbett liegen und befürchten, nie mehr herunter zu kommen?

Orkan

Als Kind spielte ich gerne mit Eisenbahnzügen. Speziell die Lokomotiven beeindruckten mich. All diese unterschiedlichen Formen und Farben begeisterten mein kindliches Gemüt. Als ich die erste Lokomotive auf einem Bahnhof in Originalgröße sah, überkam mich ein dunkler Schauder. So groß war sie, wirklich so groß? Welch ein Gewicht musste das sein? Wer könnte so ein Ungetüm aufheben und umstoßen?

Ein Orkan war über die Alpen hinweggebraust und hatte eine Spur der Verwüstung gezogen. Ein Foto weckte meine Aufmerksamkeit und ging mir nicht mehr aus dem Kopf. Da lag er auf dem Boden, dieser Triebwagen, einfach umgestoßen durch die Wucht des Orkans. Aus den Schienen geworfen, als ob er aus Pappe wäre. Bäume wurden wie Streichhölzer geknickt, auch solche, die schon tausenden Stürmen getrotzt hatten. Der Weg zu dem Bergsee, der mir von Kindheit an vertraut war, war unpassierbar. Mächtige umgestürzte Baumstämme machten ein Vorwärtskommen unmöglich. Ganze Berghänge wirkten wie gerodet. Die Aufräumarbeiten dauerten Monate. Hausdächer wurden reihenweise abgedeckt. Einstmals wunderschöne Gebäude erweckten den Eindruck von Rohbauten. Ein Gefühl der Hilflosigkeit machte sich breit. Was wird noch alles geschehen? Ein

Bildband der Münchener Rückversicherung zeigt Aufnahmen von Sturmschäden der letzten Jahrzehnte. Vom Orkan abgebrochene Kirchtürme, aus den Fundamenten gerissene und verschobene Kühltürme von Atomkraftwerken, verbeulte Riesentanks von Öllagern, Flugzeuge auf Hallendächern, vom Sturm zerstörte Paläste und dergleichen sind auf den Fotos zu sehen. Die Versicherungsgesellschaften führen genaue Statistiken über Schäden, um entsprechende Prämienberechnungen anstellen zu können. Die Steigerung des Schadensausmaßes nimmt Jahr für Jahr dramatisch zu, sodass eine Meldung in einer Nachrichtensendung aufhorchen ließ. Aufgrund der ständig zunehmenden Naturkatastrophen, könne man nicht mehr wie gewohnt seine Werte versichern lassen. Nach Vorausberechnungen für zukünftige Katastrophen müssten die Prämien derart erhöht werden, wie sich dies kaum mehr jemand leisten wolle und könne. Daher ziehe man die Notbremse, indem man für gewisse anzunehmende Katastrophen keine Versicherung mehr anbiete, da dies zu risikoreich wäre.

Erdbeben

Am 26. Dezember 2003 verwüstete ein schweres Erdbeben die Stadt Bam im Iran, wobei an die 40 000 Menschen ums Leben kamen. Die Stadt liegt knapp tausend Kilometer südlich von Teheran. Die Erde bebte in 8 km Tiefe. Das Beben überraschte die Menschen im Schlaf. 100 000 wurden obdachlos, denn 70% der Häuser stürzten ganz oder teilweise ein. 44 internationale Hilfsteams mit 1500 Mitarbeitern und 20 000 freiwilligen Helfern aus dem Iran konnten am ersten Tag noch 3000 Verschüttete befreien. Am dritten Tag waren es nur noch 20. Der Iran ist ein höchst erdbebengefährdetes Land, da er im Spannungsfeld der Arabischen und Eurasischen Platte liegt, die sich langsam aber beständig mit 3 cm pro Jahr aufeinander zu bewegen. Schon im Juni 1990 waren in der Region Rasht am Kaspischen Meer an die 40 000 Menschenleben zu beklagen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein starkes Beben unter einer Millionenstadt wieder mehrere hunderttausend Todesopfer fordert wie 1979 in Tangshan in China. Besonders gefährdete Gebiete sind hohe Gebirge und ihre Randbereiche wie die Alpen in Europa.

Wenn solch ein Erdbeben nun in meiner Heimat geschähe und mich im Schlaf überraschte? Wenn ausgerechnet mein Heim durch einen starken Erdstoß auseinander fallen würde? Wo finde ich Sicherheit? Wo bin ich geborgen?

Trends der großen Naturkatastrophen seit 1950

Das Jahr 2003 zählt mit 2002 und 1998 zu den wärmsten Jahren seit Beginn der Temperaturaufzeichnungen. Es ist zu befürchten, dass Katastrophen aufgrund der Klimaerwärmung immer gravierendere Folgen haben werden. Allein im Jahre 2003 zählte man 700 große Elementarereignisse, durch die 75 000 Menschen den Tod fanden. Die volkswirtschaftlichen Schäden stiegen auf über 65 Mrd. US Dollar. 2002 waren es noch 55 Mrd. US Dollar gewesen. Dürre und Waldbrände, Überschwemmungen, Orkane und Erdbeben waren dafür verantwortlich. Zieht man nun einen Vergleich über 5 Jahrzehnte ergibt sich folgender Trend:

1955 lag die Schadenshöhe noch unter 10 Mrd. US Dollar (nach Werten von 2003). 1985 gab es Schäden im Werte von 20 Mrd. US Dollar und nun sind wir 20 Jahre später bei 65 Mrd. US Dollar angelangt (Zahlenstatistik nach der Münchener Rück). Die Katastrophen und die damit verbundenen Folgeschäden nehmen dramatisch, geradezu beängstigend zu. Menschen, Gebäude und Infrastruktur sind auf solche Extremereignisse nicht vorbereitet. Das heißt, künftig müssen wir mit noch weit größeren Katastrophen mit wesentlich mehr Todesopfern und noch größerem Schadensausmaß rechnen.

Wie können wir uns schützen?

Diese Katastrophen kommen wenig überraschend. Schon Jesus hatte vor 2000 Jahren auf diese Entwicklung hingewiesen. Wir scheinen nun die Generation zu sein, zu deren Zeit sich diese vorhergesagten Katastrophen erfüllen. Was können wir tun? Wie können wir uns versichern, wenn die Versicherungsgesellschaften immer mehr davor zurückschrecken, Elementarereignisse in Hinkunft zu versichern? Wie können wir unser Leben versichern? Die Lebensversicherung sichert nur unseren Nachkommen eine bestimmte Summe zu. Wie kann ich mich versichern?

Die Antwort Jesu lautet: "Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Völkern bange sein, und sie werden verzagen vor dem Brausen und Wogen des Meeres, und die Menschen werden vergehen vor Furcht und in Erwartung der Dinge, die kommen sollen über die ganze Erde; denn die Kräfte der Himmel werden ins Wanken kommen. Und alsdann werden sie sehen den Menschensohn kommen in einer Wolke mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfängt zu geschehen, dann seht auf und erhebt eure Häupter, weil sich eure Erlösung naht." (Lukasevangelium 21,25-28)

Wie geht es weiter? Jesus kommt wieder und dann?

Die Rettungsaktion

"Und dann wird er die Engel senden und wird seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels." (Markusevangelium 13,27)

Das ist es also. Dieser Planet geht unter, aber es erfolgt die größte Evakuierungsaktion aller Zeiten. Jesus holt sich seine Auserwählten durch seine Engel aus diesem Chaos heraus und bringt sie auf einen anderen Planeten in Sicherheit. Wer sind seine Auserwählten, die von den Engeln abgeholt werden? Alle, die sich mit ihm befreunden, die ihn in diesem Leben kennen lernen, die Interesse an ihm haben, die ihm volles Vertrauen entgegenbringen, die ihn ins Herz schließen, die sich mit ihm verbinden, die in eine innige Beziehung mit ihm eintreten. Jesus holt seine Freunde heraus, bevor dieser Planet untergeht. Willst du als sein Freund gelten? Dann wirst du dabei sein, wenn sich unsere Erlösung naht.

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