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Andacht vom 26.11.2006:

Sichtbares und Unsichtbares

[Jesus] wandte sich zu seinen Jüngern und sprach zu ihnen allein: Selig sind die Augen, die sehen, was ihr seht. Denn ich sage euch: Viele Propheten und Könige wollten sehen, was ihr seht, und haben's nicht gesehen, und hören, was ihr hört, und haben's nicht gehört. Lukas 10,23.24

Louis Daguerre zählt zu den Pionieren der Fotografie. Zusammen mit Neipce entwickelte er die sogenannte "heliografische Reproduktion." Wir würden heute sagen: das Fotografieren.

Eine der ersten Daguerrotypien stammt aus dem Jahre 1839 und trägt den Titel "Paris Boulevard." Auf diesem Bild ist ein typischer Pariser Boulevard zu sehen. Für eine der ersten Fotografien ist die Detailtreue auf dem Bild erstaunlich. Und doch macht es einen seltsam verlassenen, einsamen Eindruck. Die gesamte Straße ist wie leer gefegt. Dabei kann man am Schatten der Bäume erkennen, dass dieses Bild am helllichten Tage aufgenommen worden sein muss. Die ganze Szene wirkt wie ausgestorben, bis auf eine Ausnahme. Unten links im Bild ist ein Mann zu erkennen, der sich die Schuhe putzen lässt. Dies ist der erste Mensch, der jemals aufgenommen wurde. Aber wieso ist er allein?

Immer wieder gibt es Menschen, die das Gefühl haben, sie stünden genauso allein in dieser Welt wie dieser Mann. Und es gibt viele Gläubige, deren Erfahrungen sich nicht wie ein Abenteuerbericht lesen und die das Wirken Gottes in ihrem Leben nicht so spüren, wie sie sich das wünschten oder wie andere es von sich berichten.

Zurück zum Bild: Als Louis Daguerre dieses Foto machte, pulsierte das Leben auf diesem Boulevard. Doch die Technik, die Daguerre zum Festhalten der Wirklichkeit benutzte, war so langsam, dass nur die Objekte auf das Material fixiert wurden, die sich nicht bewegten. Alles, was sich bewegte, wurde nicht abgelichtet. Der einzige Mensch, der auf dem Foto festgehalten wurde, war der Mann, der ruhig dastand, um sich seine Stiefel putzen zu lassen. Es gibt eben nicht nur das, was man sehen kann.

Wenn wir die Welt Gottes in unserer persönlichen Welt sichtbar machen könnten, würden wir auch eine andere sehen. Und wir wären erstaunt, was Gott alles in dieser Welt und bei uns bewirkt.

Dennis Meier

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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