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Andacht vom 18.08.2007:

Scheidung "light"

[Gott sprach:] "Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und wird an seiner Frau hängen und die zwei werden ein Fleisch sein." So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. Matthäus 19,5.6

Bei Trauungen wird dieses Wort oft zitiert - dann, wenn es richtig feierlich wird, wenn Braut und Bräutigam einander das Ja-Wort gegeben haben.

Der ursprüngliche Zusammenhang, in dem Jesus dieses Wort sagte, war allerdings weniger feierlich. Er hat auf die etwas hinterhältige Frage der Pharisäer geantwortet, ob sich ein Mann von seiner Frau aus jeder Ursache scheiden dürfe (siehe Mt 19,3 EB). Dahinter stand der Streit um die Auslegung der Vorschrift, die Mose dem Volk Israel gegeben hatte (siehe V. 7.8), dass ein Mann seiner Frau einen Scheidebrief ausstellen konnte, wenn er "etwas Schändliches an ihr gefunden hat" (5 Mo 24,1). Musste sie dazu Ehebruch begehen oder reichte eine beliebige Ursache, die dem Mann nicht gefiel, wie es damals allgemein praktiziert wurde?

Gegen die liberale Scheidungspraxis seiner Zeit, die Frauen wie Objekte behandelte, bezieht Jesus klar Stellung. Er weist auf die "Herzens Härte" der Männer als ihre Ursache hin (siehe Mt 19,8) und darauf, dass die Ehe prinzipiell auf Dauer angelegt ist.

Viele Paare haben ihre Ehe mit dem Vorsatz begonnen: "Wir wollen zueinander stehen, bis der Tod uns scheidet." Sie haben mutig "Ja" zueinander gesagt, obwohl sie wussten, dass es den Tod der Liebe auch mitten im Leben gibt. Auf vielfältige Weise kann er sich einschleichen. Deshalb ist es für Christen wichtig, eine Ehe zu dritt zu führen mit Gott als starkem Partner. Er hebt zwar nicht unsere Unzulänglichkeiten auf, aber er kann uns Liebe, Geduld, Vergebungsbereitschaft, Selbstbeherrschung, Kraft zur Treue und Lösungen in Schwierigkeiten und Konflikten schenken. Und er schenkt uns als gläubige Menschen eine breite gemeinsame Basis, z. B. in Werten, die uns wichtig sind.

Dennoch ist das Scheitern vieler Ehen Realität. Auch sie hatten einmal mit der Hoffnung begonnen, ihre Beziehung werde halten. Ich glaube nicht, dass Jesus es diesen Paaren noch schwerer machen möchte, als es für sie ohnehin schon ist. Er bezog Position gegen die damals gängige Scheidungspraxis, weil Liebe sich keine Hintertür offen hält. In einer liebevollen und partnerschaftlich-respektvollen Beziehung können sich Gottes Liebe und Treue widerspiegeln. Weil seine Liebe wirklich vorbehaltlos und treu ist, begleitet sie uns auch dort, wo wir an der Liebe scheitern.

Michael Götz

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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