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Andacht vom 04.10.2008:

Zeichen unserer Zeit?

Seid also zu jeder Zeit bereit, denn der Menschensohn wird gerade dann kommen, wenn ihr es am wenigsten vermutet! Matthäus 24,44 (Hoffnung für alle)

Als die Jünger mit Jesus am Abhang des Ölbergs saßen und er ihnen sagte, der Tempel würde zerstört werden und kein Stein auf dem andern bleiben, fragten sie ihn: "Wann wird das geschehen?" (Mt 24,3 Hfa) Seine Antwort fasste er im Text dieses Andachtswortes zusammen.

Jesus wollte, dass seine Nachfolger jederzeit auf sein Kommen vorbereitet sein würden. Doch immer wieder gerieten sie in zwei Extreme, vor denen er eindringlich gewarnt hatte. Entweder dachten sie: "Es dauert bestimmt noch lange", oder sie glaubten, Jesu Kommen stünde unmittelbar bevor. Als Beleg führten sie die "Zeichen der Zeit" an.

Im Jahr 1521 sagte Martin Luther in seiner Predigt am zweiten Adventssonntag: "Ich will niemanden zwingen oder drängen, mir zu glauben, aber ich will es mir auch von niemandem nehmen lassen, dass ich halte, der jüngste Tag sei nicht ferne. Dazu bewegen mich eben diese Zeichen und Worte Christi ... Denn wenn jemand alle Chroniken liest, so findet er von Christi Geburt an nicht, was den letzten hundert Jahren dieser Welt gleicht." Inzwischen sind schon wieder fast fünf Jahrhunderte vergangen.

Wohl nannte Jesus damals Zeichen, die seiner Wiederkunft vorausgehen würden, aber er warnte vor einseitiger Deutung: "Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen!" (Mt 24,4 Hfa) Dennoch haben in der Vergangenheit auch Adventisten unter Hinweis auf bestimmte Ereignisse "Fahrpläne" für die Endzeit aufgestellt, überzeugt von der unmittelbar bevorstehenden Wiederkunft Jesu. Hatte er denn nicht selbst gesagt, dass er kommen würde "wie ein Dieb" - also überraschend, nicht nur für die Welt, sondern auch für die Gemeinde? Und "Diebe" pflegen sich nicht anzumelden ...

Sicherlich haben die Zeichen der Zeit eine bedeutsame Funktion. Sie sollen Bestätigung für Jesu Nachfolger sein: "Ich sage euch das alles, bevor es geschieht, damit ihr auch dann an mich glaubt, wenn es eintritt." (Jo 14,29 Hfa) Sie verleihen Gewissheit, dass Jesus selbst mitten in aller Bosheit der Welt alles fest in Händen hält und zu dem von ihm vorgesehenen Zeitpunkt wiederkommen wird. Jesus ermutigt uns, jeden Tag in der Bereitschaft für sein Kommen zu leben, für den Tag, an dem wir unseren Heiland mit eigenen Augen schauen werden.

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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