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Andacht vom 26.05.2009:

Vor der Hinrichtung: Der Schlaf des Gerechten

Und in jener Nacht, als ihn Herodes vorführen lassen wollte, schlief Petrus zwischen zwei Soldaten, mit zwei Ketten gefesselt, und die Wachen vor der Tür bewachten das Gefängnis. Und siehe, der Engel des Herrn kam herein, und Licht leuchtete auf in dem Raum; und er stieß Petrus in die Seite und weckte ihn und sprach: Steh schnell auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Händen. Apostelgeschichte 12,6.7

Jedes Mal, wenn ich diese Geschichte lese, imponiert mir das Verhalten des Petrus. Der Mann schläft seelenruhig, obwohl er weiß, dass er am nächsten Tag hingerichtet werden soll!

Das war keine Selbstverständlichkeit, denn früher war Petrus anders. Er hatte seinen Herrn aus Angst um sein Leben schmählich verleugnet. Nach seiner Auferstehung nahm sich Jesus besonders dieses Jüngers an, der sein Versagen tief bereute. Allerdings sagte er ihm voraus, dass er eines Tages um seines Glaubens willen den Märtyrertod sterben würde. Das darf weder als Strafe noch als Sühne verstanden werden, denn Jesus sagte es, "um anzuzeigen, mit welchem Tod er Gott preisen würde" (Joh 21,19). Das bedeutete, dass Petrus seinem Herrn bis an den Tod treu dienen, und dass selbst sein Tod ein Glaubenszeugnis sein würde.

Seit der Ausgießung des Heiligen Geistes ist Petrus wie verwandelt. Ohne Furcht predigt er öffentlich und vertritt den Glauben an Jesus vor dem Hohen Rat. Dann aber beginnt König Herodes Agrippa, die Gemeinde zu verfolgen. Jakobus wird mit dem Schwert getötet. Dann wird Petrus verhaftet. Muss er nicht denken: Jetzt ist meine letzte Stunde gekommen, von der der Herr gesprochen hat? In der Nacht vor seiner öffentlichen Hinrichtung schläft Petrus im Gefängnis so fest, dass der Engel ihn mit einem Stoß in die Seite aufwecken muss. Übrigens: Hätte der Engel das nicht auch anders machen können, etwa sein Licht so hell leuchten lassen, dass Petrus davon wach geworden wäre? Er hat es offensichtlich so gemacht, damit wir begreifen, wie tief der Mann geschlafen hat!

Petrus war es ganz egal, was aus ihm wurde. Er wusste sich in der Hand seines Herrn geborgen. Wie Gott es führen würde, so würde es richtig sein. Brauchen nicht auch wir eine solche Geborgenheit? Den Frieden, der Petrus erfüllte, hat Jesus auch uns zugedacht. Er will uns in allem leiten, im Kleinen wie im Großen.

Übrigens war damals für Petrus noch nicht das Ende gekommen. Er sollte noch viele Jahre leben und viel für seinen Herrn tun.

Konrad Edel

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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