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Andacht vom 12.11.2009:

"Im Namen des Gesetzes ...?"

Woher nimmst du dir also das Recht, deine Mitmenschen zu verurteilen? Jakobus 4,12b (Hoffnung für alle)

In der Regel halten wir uns doch für einigermaßen sachlich urteilende und tolerante Menschen. Wenn wir aber ehrlich sind, dann entdecken wir zuweilen auch ganz andere Seiten an uns. Mitunter müssen wir feststellen, wie wir einen anderen Menschen in Gedanken heftig ablehnen, zu scharf abwertenden Urteilen über ihn kommen, also insgeheim mit ihm ins Gericht gehen. Was treibt uns dazu? Sind wir vielleicht neidisch, oder ist der andere uns als Mensch unsympathisch? Vertritt er Anschauungen, die wir nicht für richtig halten?

Da fällt es uns als Ältere in der Gemeinde bisweilen schon schwer, die junge Generation zu verstehen. Wertmaßstäbe, mit denen wir herangewachsen sind und die für einen älteren Menschen ein ganzes Leben bindend waren, werden heute von Jugendlichen in Frage gestellt. Die jungen Leute wiederum meinen mitunter in so manchen Verhaltensweisen, die sie an uns beobachten, nur noch überkommene Formen ohne wirklichen Inhalt zu erkennen. Ist das aber ein Grund, dass einer über den anderen den Stab bricht? Wir machen uns allzu selten bewusst, dass solche negativen Gedanken auch Folgen haben. Der andere kann in seiner Entfaltung gehemmt werden, wenn wir ihm Misstrauen entgegenbringen, obwohl er doch gerade unser Vertrauen nötig hat. So gehören wir gelegentlich zu den Opfern, weil andere negativ über uns denken - oft genug aber sind wir selber Täter.

Nicht ohne Grund hatte darum Jakobus bereits den Gläubigen vor zwei Jahrtausenden geschrieben: Wer bist du denn, dass du den anderen richtest? Wer den anderen richtet, maßt sich an, was ihm gar nicht zukommt. Das letzte Urteil hat sich Gott selber vorbehalten.

Dieses Wissen sollte uns davor schützen, uns als Richter aufzuspielen. Jeder hat sein Leben vor Gott selbst zu verantworten. Und wer aus dienstlichen oder persönlichen Gründen ein Urteil abzugeben hat, muss sich bewusst machen, dass er es nur aus einer vorläufigen, begrenzten Sicht fällen kann.

Andererseits gibt es Menschen, die sich in erschreckender Weise davon abhängig machen, was andere über sie denken. Doch nicht nur das Urteil über einen Mitmenschen, sondern auch das über mich selbst darf ich getrost Gott anheimstellen. Er kennt mich besser als jeder andere.

Herr, bewahre mich davor, lieblos und hart über andere zu urteilen!

Manfred Böttcher

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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