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Andacht vom 01.11.2010:

Zu viel Lernen macht den ganzen Körper müde. Prediger 12,12b (Hoffnung für alle)

Die Erfahrung, die Salomo hier beschreibt, kennen viele von uns aus der Jugendzeit. Ich erinnere mich an manche Nächte vor wichtigen Prüfungen, die ich halb über den Büchern und halb auf den Büchern zugebracht habe, weil ich beim Lernen eingeschlafen war.

Nach dieser Zeit des Lernens sehne ich mich keinesfalls zurück. Da bewundere ich meinen Landsmann Iborte Baqué, der 2008 als 82-Jähriger sein 13. Examen geschafft hat. Der spanische Rentner hat im Laufe seines Lebens 13 Abschlüsse und drei Doktortitel erworben. Er begann mit Jura, danach folgten Philosophie, Geographie und Geschichte, Kunstgeschichte, Anglistik und Romanistik, Germanistik, Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaft. Als er sich von seinem Hausarzt den Kommentar anhören musste, er solle erst einmal Medizin studieren, bevor er seine Diagnose kommentiere, nahm ihn der damals 70-Jährige beim Wort und studierte noch Allgemeinmedizin.

Bemerkenswert ist das Fazit dieses Studenten aus Leidenschaft: "Je mehr man weiß, desto mehr merkt man, wie viel man noch zu lernen hat." Diese Erkenntnis ist meiner Meinung nach ein Kennzeichen von Weisheit. Es gibt so viele Eingebildete, die meinen, alles zu wissen und auf jede denkbare Frage die einzig richtige Antwort geben zu können, und es gibt weise Menschen, die sich nicht schämen, die Grenzen ihres Wissens zuzugeben.

Das Beispiel Baqués bestärkt mich darin, dass unser begrenztes Leben hier auf Erden nicht das Einzige sein kann, wofür uns Gott erschaffen hat. Wenn der Mensch nach einigen Jahrtausenden unter den Folgen der Sünde noch in der Lage ist, so viel zu begreifen und zu lernen, wie wird es dann sein, wenn unsere Gehirne nach der Auferstehung (bzw. Verwandlung) wieder die Leistungsfähigkeit besitzen, die unsere Ureltern im Paradies besaßen?

Der Wissensdurst des spanischen Rentners ist übrigens noch immer nicht gestillt: Als nächstes will er Arabisch lernen! Das nenne ich "lebenslanges Lernen"! Die nächste Stufe wäre "ewig langes Lernen" in der "Universität Gottes", für die man als Zutrittsberechtigung nicht das Abitur braucht, sondern nur eines: Die vertrauensvolle Beziehung zu Jesus Christus, in dem "alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen" sind (Kol 2,3).

Eli Diez-Prida

Quelle: Andachtsbuch des Advent-Verlags Lüneburg - mit freundlicher Genehmigung.

 

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