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Streit

Konfliktbewältigung in der Ehe

"Wir lieben uns wirklich, aber wir streiten so oft", seufzte eine nach vierzehn Ehejahren "kriegsmüde" Ehefrau. "Können Sie mir erklären, warum wir uns so destruktiv verhalten? Wir haben schon so oft versucht, damit aufzuhören, aber wir schaffen es nicht." Kommt Ihnen dieses Problem bekannt vor? Wenn ja, dann wird Ihnen dieser Artikel eine Hilfe sein. Betrachten wir einige Gründe, warum sich Paare streiten.

Unsere unerfüllten Erwartungen

Jeder von uns hat seine Vorstellung davon, wie sich ein perfekter Ehepartner verhalten sollte - eine Vorstellung, die sich seit unserer Kindheit entwickelt hat. Unbewusst vergleichen wir diese Erwartungen dann mit der Wirklichkeit. Immer wenn Sie über Ihren Partner verärgert oder von ihm enttäuscht sind, geschieht dies, weil sein Verhalten mit Ihrer Vorstellung nicht übereinstimmt. Wenn die Realität nicht unseren Erwartungen entspricht, ruft das die verschiedensten Empfindungen hervor: Verärgerung, Reizbarkeit, Schmerzen im Magen - und schließlich Zorn.

Zorn ist das Mittel, mit dem wir unseren Ehepartner verändern wollen, damit er eher unseren Vorstellungen von einem perfekten Partner entspricht. Wenn es mit Zorn nicht funktioniert, versuchen wir es vielleicht mit Depressionen, in der Hoffnung, dass dadurch eine Veränderung in Gang gesetzt werden kann. Viele Paare leben zwanzig Jahre oder länger mit einer unbewussten Feindseligkeit wegen unerfüllter Erwartungen. Diese Paare werden immer weiterstreiten. Da sie nicht einmal wissen warum, ist ihr Streit in doppeltem Sinn unnütz.

Unterschiedliche Werte

Werte sind Überzeugungen, nach denen wir unser Leben ausrichten. Werte bestimmen unser Verhalten, selbst wenn uns das selten bewusst ist. Wir alle haben Werte, aber wir messen ihnen unterschiedliche Bedeutung zu. Wenn also für einen Partner Sparen wichtig ist und für den andern Geldausgeben; wenn einer Kunst, Blumen und Museen liebt und der andere Sportveranstaltungen vorzieht; wenn einer Unterordnung für wichtig hält und der andere Gleichberechtigung und Unabhängigkeit, dann wird es wahrscheinlich größere Konflikte geben. Ein Paar kann darin übereinstimmen, dass Sparen, Kunst und Unterordnung wichtige Werte sind, aber es stimmt nicht darin überein, wie und wann sie wichtig sind.

Wenn ein Paar in seinen Werten uneins ist, kann man das als ernsthafte Uneinigkeit bezeichnen, egal wie sehr sie sich lieben. Solche Paare werden jedes Mal aneinander geraten, wenn es um Dinge geht, die mit ihren Werten zu tun haben. Sie werden sich wieder vertragen, sich lieben, miteinander beten und dann doch wieder streiten, ohne zu wissen, worüber sie überhaupt streiten - weil sie nie das so wichtige "Warum" anpacken.

Emotionale Bedürfnisse

Wir alle habe drei emotionale Grundbedürfnisse: Liebe, Wertschätzung und Respekt. Obwohl wir alle drei Bedürfnisse befriedigen möchten, steht eins an erster Stelle: Liebe. Das Problem aber ist, dass Liebe nicht greifbar ist und man sie nur schwer sichtbar machen kann. Wenn ich einen Mann frage, woran er merkt, dass seine Frau ihn liebt, braucht er in der Regel einige Minuten, um eine Antwort zu finden. Während vieler Jahre hat seine Frau ihn geliebt, aber er kann dies nicht in Worte fassen, denn Liebe wird nicht bewusst, sondern unbewusst erlebt.

Und die Sache ist noch komplizierter: Es gibt Menschen (visuell veranlagte), die Liebe in Aktion sehen müssen, andere (auditive Menschen), die sie hören müssen, und nochmals andere (Kinetiker), die sie spüren müssen, damit sie sich geliebt fühlen.

Es gäbe wahrscheinlich viel weniger Auseinandersetzungen, wenn Paare dieses beiderseitige Bedürfnis verstehen würden. Liebe, Wertschätzung und Respekt müssen sichtbar, hörbar und spürbar zum Ausdruck gebracht werden. ...

Ist streiten sinnvoll?

Vielleicht gehören Sie zu den Menschen, die meinen, man dürfe nicht streiten oder Meinungsverschiedenheiten haben. Diese Ansicht lässt sich angesichts einer Vielzahl gegenteiliger Informationen nicht halten. Paare, die behaupten, nie zu streiten, täuschen sich selbst oder sie haben jeglichen Bezug zu ihren Gefühlen verloren.

Ein Streit zwischen zwei Menschen, die sich wirklich zugetan sind, muss nicht unbedingt destruktiv sein. Er kann sogar eine höchst konstruktive Erfahrung sein. Es bedeutet nämlich, dass man über ein Problem spricht und es behandelt, bis man eine für beide Seiten befriedigende Lösung findet. ...

Teilen und Tragen - der "share-care Plan" - ein Schlüssel zur Konfliktlösung

In jeder Ehe treten immer wieder viele kleine Differenzen auf. Um solche Dinge, die sich ganz natürlich aus dem täglichen Miteinander ergeben, zu beheben, braucht man eine konstruktive Methode.

Verhandlungen und Brainstorming sind für große Probleme schön und gut, aber was wir noch dringender brauchen, ist ein Plan für den Umgang mit den kleinen, alltäglichen Differenzen. ...

Mit dem "share-care" Plan können beide Partner bei auftretenden Differenzen schnell eine Lösung finden. Dieser Plan umfasst vier Schritte:

    1. Ansprechen des Problems in Form einer Ich-Botschaft. Es ist nötig, die Gefühle, die das Problem verursacht haben, direkt zu äußern, ohne den anderen zu beschimpfen oder ihm zu sagen, was er zu tun hat. Eine Ich-Botschaft ist wie folgt aufgebaut: "Ich fühle ... wenn du ... weil ..."

    2. Spiegeln des Problems und der geäußerten Gefühle durch den Partner - eine Verständnis-Botschaft. Dieses Umformulieren zeigt, dass man das Problem richtig gehört hat und die Gefühle versteht.

    3. Akzeptieren. Das lässt den Partner wissen, dass Sie seine Gefühle akzeptieren, auch wenn Sie diese Gefühle oder seinen Standpunkt nicht teilen. Akzeptieren bedeutet nicht unbedingt übereinstimmen. Das ist oft schwer zu verstehen. Die Umfrage hat gezeigt, dass nur 31 Prozent das Gefühl hatten, eine Sache vom Standpunkt des andern her sehen zu können.

    4. Lösung. Wenn der irritierte Partner seine Gefühle geäußert hat und das Problem formuliert und akzeptiert wurde, sind Sie bereit für eine Entschuldigung und Lösung. Wenn Sie sich entschuldigen, müssen Sie mehr sagen als bloß: "Es tut mir Leid." Was tut Ihnen Leid? Eine echte Entschuldigung sieht etwa so aus: 1. Sagen Sie "Es tut mir Leid." 2. Sagen Sie, was Ihnen Leid tut. 3. Bitten Sie um Vergebung. Die Bitte um Vergebung ist ein ganz wesentlicher Schritt zur Lösung eines Problems.

So lassen sich größere Konflikte lösen

Selbst in den besten Beziehungen muss man mit schwierigen Entscheidungen und größeren Konflikten rechnen. Mit all dem kann ein Paar fertig werden, wenn es Übung hat und weiß, was zu tun ist. Hier sind einige wesentliche Dinge, die vor dem Versuch, einen größeren Konflikt zu lösen, besprochen werden sollten:

Die beste Zeit finden

Komödianten, Politiker und gute Liebhaber sind sich bewusst, wie wichtig die Wahl des richtigen Zeitpunkts ist. Es zahlt sich aus, bei wichtigen Angelegenheiten auf einen günstigen Zeitpunkt zu warten. Bedenken Sie: Es ist sinn- und nutzlos, Probleme lösen zu wollen, wenn beide Partner noch sehr zornig sind.

Aber sollten wir mit ungelösten Problemen schlafen gehen? In der Bibel (Epheser 4, 26) lesen wir: "Versöhnt euch wieder miteinander, bevor die Sonne untergeht."

Im Idealfall können Meinungsverschiedenheiten, die im täglichen Miteinander entstehen, schnell und liebevoll gelöst werden. Anderenfalls nehmen sie bis zum nächsten Morgen oft unverhältnismäßig große Ausmaße an. Aber beachten Sie ein Wort der Warnung: Versuchen Sie nicht, große Probleme zwei Stunden vor dem Schlafengehen zu lösen. Müdigkeit und Stress verringern zu dieser Zeit häufig die Effektivität und erhöhen die Reizbarkeit. Die Besprechung einer wichtigen Angelegenheit kann auch mal bis zum nächsten Tag warten. Lassen Sie jedoch nicht mehr als 48 Stunden vergehen, ohne die Angelegenheit anzupacken. Eine Sache tagelang vor sich herzuschieben kann ebenso zerstörerisch sein, wie wenn sich die Partner zurückziehen und abkapseln.

Den besten Ort auswählen

Ein neutraler Ort ist für die Suche nach einer Lösung entscheidend wichtig. Das kann für manche Paare vielleicht das Wohnzimmer, der Keller oder sogar die Garage sein. Das Schlafzimmer oder die Küche sind nicht immer neutral genug. ... Wichtig ist, dass genügend Zeit und Ruhe vorhanden ist, um ungestört reden zu können. Nehmen Sie, wenn nötig, den Hörer vom Telefon und stellen Sie sicher, dass die Kinder entweder nicht da oder ausreichend beschäftigt sind.

Eine Gesprächsagenda aufstellen

Schweifen Sie nicht ab. Es ist besser, die Dinge aufzulisten, über die gesprochen werden soll. Während des Gesprächs tauchen vielleicht andere Themen auf, aber wir sollten uns dadurch nicht vom Eigentlichen ablenken lassen. Wichtig für den Lösungsweg ist, dass man die Punkte aufschreibt, über die gesprochen werden soll. Beide Partner müssen diese Punkte im Voraus kennen und sich darin einig sein, dass darüber gesprochen werden muss.

Die Zeit begrenzen

Die Gesprächszeit sollte sowohl nach unten als auch nach oben hin begrenzt werden. Wenn eine Sache wichtig genug ist, dass man ein Gespräch dafür anberaumt, dann werden wohl mindestens fünfzehn Minuten nötig sein, um sie zu lösen. Für größere Probleme ist eine Höchstgrenze von einer Stunde vernünftig. Allerdings sollte man flexibel bleiben. Wenn ein Problem in der festgelegten Zeit nicht gelöst werden kann, kann derjenige, der um das Treffen gebeten hat, eine Verlängerung beantragen. Oder man kann einen zweiten Gesprächstermin ausmachen, um die Diskussion fortzusetzen.

Grundregeln festlegen

Wenn ein Paar persönliche Richtlinien aufstellt, wird die Atmosphäre verbessert und freies Reden gefördert. Ein guter Verhandlungspartner legt die Regeln nicht in der Hitze des Gefechts fest, sondern bereits vorher, wenn die Emotionen noch nicht aufgeladen sind. Beide Partner entspannen sich, wenn für das Gespräch Regeln gelten, die emotionale Wunden vermeiden und Sicherheit vermitteln.

Beim Thema bleiben

Reden Sie über das Problem, bis es gelöst ist. Nur 50 Prozent der Teilnehmer an der Kommunikationsumfrage gaben an, dass sie beim Thema bleiben könnten, wenn sie ein Problem lösen wollten. Je mehr Probleme zur gleichen Zeit auftauchen, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man sie löst. Legen Sie die Regel fest, dass zusätzliche Probleme erst besprochen werden, wenn das erste gelöst ist.

Holen Sie alte Konfliktgegenstände nicht wieder hervor. Einigen Sie sich darauf, dass eine Anschuldigung, die länger als sechs Monate zurückliegt, nicht zulässig ist.

Wenn ein Paar lernt, seine Gefühle auszutauschen, die gegenseitigen Standpunkte zu verstehen, nach einer Lösung zu suchen und miteinander ins Reine zu kommen, gibt es nicht nur einen Gewinner, sondern zwei.

Was Sie niemals tun dürfen, wenn Sie einen Ehestreit haben:

? beschimpfen oder verunglimpfen

? drohen, insbesondere nicht mit Scheidung oder Selbstmord

? negative Bemerkungen über Verwandte machen

? Beleidigungen in Bezug auf das Aussehen des Partners äußern

? Beleidigungen in Bezug auf die Intelligenz oder das Auffassungsvermögen des Partners aussprechen

? Zweifel an den Absichten und dem guten Willen des Partners hegen

? körperliche Gewalt, auch nicht als Drohung, anwenden

? den Partner unterbrechen, wenn er spricht

? schreien

? fluchen oder eine vulgäre Sprache verwenden

Was Sie unbedingt tun sollten, wenn Sie einen Ehestreit haben:

? Tun Sie Ihr Bestes, um zu einer Einigung zu kommen. Gehen Sie nicht "in der Hitze des Gefechts" auseinander.

? Sprechen Sie in normaler Tonlage, ohne zu schreien.

? Seien Sie positiv. Es sollten keine Drohungen ausgesprochen werden.

? Verwenden Sie eine Sprache, die für beide Partner annehmbar ist.

? Große Auseinandersetzungen sollten immer unter vier Augen ausgetragen werden, nicht in der Öffentlichkeit und möglichst nicht vor den Kindern.

? Seien Sie aufmerksam und versuchen Sie zu verstehen, was Ihnen Ihr Partner mitteilen will.

? Zeigen Sie Akzeptanz statt Abwehr.

? Versuchen Sie nicht zu siegen, sondern eine Einigung zu erzielen.

Autor: Nancy van Pelt

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