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Verfasser:Mag. Esther Neumann
Erschienen in:Top Life Magazin 1 / 2008

Nüsse knacken lohnt sich immer

Wertvolle Nähr- und Wirkstoffe

"Eure Nahrungsmittel seien eure Heilmittel und eure Heilmittel eure Nahrungsmittel!" Dieser Satz von Hippokrates trifft ganz besonders auf Nüsse in allen Variationen zu.

Nüsse sind Konzentrate an Nähr- und Wirkstoffen. Bestes Eiweiß und hochwertige Fettsäuren, lebenswichtige Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente – dies alles findet man in den Nüssen. Diese liefern zwar viel Energie (Kalorien), man kann sie aber praktisch vernachlässigen, denn Nüsse machen nicht dick. Die Rechnerei im täglichen Speiseplan wird überflüssig, wenn wir Fleisch und Fleischwaren durch Nüsse ersetzen. Darüber hinaus besitzen einzelne Nussarten spezielle diätetische und heilende Eigenschaften.

Man braucht nicht auf Nüsse zu verzichten, weil man zu dick werden könnte. Zwar sind Nüsse sehr fettreich. Aber dieses Fett besteht hauptsächlich aus einfach oder mehrfach ungesättigten Fettsäuren und wird deshalb nicht in die Fettzellen eingelagert. Es ist viel zu kostbar dafür. Es wird zum Isolieren der Nervenzellen und zum Schutz der Blutgefäße gebraucht. Es gibt dem Gehirn die richtige Unterstützung und Energie. Nicht umsonst sind Nüsse ein Teil des Studentenfutters. Wenn wir Nüsse nicht zwischendurch futtern, sondern an Stelle von etwas anderem, brauchen wir vor dem hohen Fettgehalt keine Angst zu haben.

Studentenfutter

Der Mineralstoffgehalt der Nüsse ist sehr hoch, viel höher als der der meisten Früchte. Besonders Phosphor, Schwefel, Kalium und Magnesium liefern einen hohen Wert. Dem Kundigen verrät das sofort, dass darum die Nüsse gut für die Nerven und als Ersatzstoff für verbrauchtes Lezithin bei Geistesarbeitern sind. Aber auch Sportler, Schwangere und Kinder im Wachstum profitieren sehr von den Nüssen. Denn diese verfügen auch über hohe Mengen an Kalzium und Eisen. Als Studentenfutter bezeichnet man eine Mischung aus Nüssen und Trockenfrüchten, vor allem Rosinen. Die Trockenfrüchte liefern die notwendigen Kohlenhydrate. Eiweiß und Fett kommen aus den Nüssen. Ein Packerl Studentenfutter kann durchaus den Besuch an einem Würstelstand ersetzen.

Nüsse sind dem Fleisch weit überlegen

Nüsse sind reich an vollwertigem Eiweiß. Nur von den beiden Aminosäuren Methionin und Lysin ist etwas zu wenig darin. Wenn wir Nüsse mit Hülsenfrüchten ergänzen, ist auch dieser kleine Schönheitsfehler behoben. Aus vielen Gründen sind Nüsse dem Fleisch vorzuziehen:

  • Nüsse sind frei von Stoffwechselabfällen der Tiere. Sie enthalten weder Harnstoff noch Harnsäure oder Cholesterin
  • Nüsse sind frei von Parasiten wie Trichinen oder Bandwürmern
  • Nüsse sind nicht mit schädlichen Hormonen aus der Mast oder dem Stress vor der Schlachtung verseucht
  • Nüsse sind frei von schädlichen Bakterien, wie sie beim Fleisch in der warmen Jahreszeit gerne auftreten.
  • Nüsse kann man roh verzehren, Fleisch muss man in der Regel längere Zeit der Hitze aussetzen

Natürlich muss man auch Nüsse richtig behandeln. Auch sie weisen ein Ablaufdatum auf. Sie können ranzig werden. Sie können mit Aflotoxinen behaftet sein. Das sind giftige Ausscheidungsprodukte von Schimmelpilzen. Darum muss man beim Kauf immer auf einwandfreie Ware achten. Auch beim Kauf von Studentenfutter überprüfen, ob die Nüsse nicht ranzig aussehen oder gar schimmlig sind.

Nüsse fürs Herz

Viele Studien beweisen es: Nüsse sind gut fürs Herz. Sie verringern das Risiko von Erkrankungen der Herzkranzgefäße und von Schlaganfall. Sie senken den Cholesterinspiegel. Sie liefern Energie fürs Herz, denn das Herz verwendet bevorzugt Fettsäuren als Kraftquelle. Etwa 40g Nüsse pro Tag sollten wir uns täglich leisten. Es können immer wieder einmal andere Sorten sein. Jede Sorte hat etwas Besonderes zu bieten.

Erdnüsschen

Eigentlich sind sie Hülsenfrüchte. Aber wir bleiben bei der Nuss. Sie sind die gesündeste Zutat im Nikolosackerl. Das Knabbern von Erdnüssen kann Karies vorbeugen. Nach dem Genuss von Erdnüssen misst man in der Mundhöhle einen neutralen pH-Wert. Das heißt, dass die Mikroorganismen, die Karies verursachen, keinen Nährboden finden.

Haselnüsse

Haselnüsse stellen Milch und Ei in den Schatten, was die Nährstoffdichte betrifft. Haselnüsse verleihen dem Weihnachtsgebäck eine besondere Note und stärken die Nerven. Die Nährstoffe von Nüssen können am besten aufgenommen werden, wenn diese zu Nussmusen verarbeitet werden. Dann sind sie optimal zerkleinert. Sonst müsste man sie extrem lange kauen, um den gleichen Effekt zu erzielen.

Walnüsse

In vielen Hausgärten steht ein gewaltiger Nussbaum. Nützen wir diese wunderbare Gabe der Natur. Die selbst gesammelten Baumnüsse müssen aber sehr gut getrocknet werden, damit sich kein Schimmel bilden kann. Wer täglich ein paar Walnüsse knabbert, schützt seine Blutgefäße und das Herz, denn Walnüsse besitzen einen hohen Gehalt an Beta-Sitosterin. Dieses hormonähnliche Phytocholesterol schützt auch die Prostata vor Gewebezuwachs und Schwellungen. Es hilft auch mit, die Funktion der Blase aufrechtzuerhalten.

Mandel

Mandeln sind sehr kalzium- und phosphorreich. Sie enthalten aber auch bedeutende Mengen Magnesium, Eisen und Kalium. Diese Mineralstoffe sind in der Mandel in einem sehr guten Verhältnis vorhanden. Darum sind Mandeln für die Erhaltung der Nervenfunktionen sehr gut geeignet. Der regelmäßige Verzehr von Mandeln beugt Depressionen vor und stärkt Nerven und Muskeln.

Kokosnuss und Paranuss

Diese zwei Nussarten enthalten sehr viel Selen, ein Spurenelement, das in unseren Breiten Mangelware ist. 100 g essbare Kokosnuss enthalten 810 Mikrogramm Selen. Die Paranuss enthält 103 Mikrogramm. Im Vergleich dazu die Walnuss mit 5,5 und die Mandel mit 3,5 Mikrogramm. (Quelle: Souci, Fachmann, Kraut)

Jede Nussart hat ganz spezielle Vorteile. Deshalb tun wir gut daran, unsere Nusssorten immer mal wieder zu wechseln. Es gibt noch viel mehr Arten, als wir in diesem kurzen Artikel vorstellen konnten. Noch einmal: Nüsse knacken lohnt sich immer.

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