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Verfasser: Pierre Intering
Erschienen in:504

Der Feind an unserem Tisch

Todesfalle Ernährung

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Umweltkatastrophen - Terror - Kriege - Unglücke. So etwa sieht die Reihenfolge bei Meinungsumfragen aus, wenn es um die Ängste bei lebensbedrohenden Ereignissen geht. Der Alltag scheint diese Furcht zu bestätigen. Kaum eine Woche vergeht, an dem uns nicht die Schlagzeilen auf irgendwelche Katastrophen oder Terroranschläge aufmerksam machen. Bei fast jedem Unglück wird eine Diskussionslawine losgetreten, bei der es darum geht, wer dafür verantwortlich ist und wie man das Geschehene hätte vermeiden können.Dabei sollten wir auch auf eine andere Katastrophe blicken, die näher ist, als wir ahnen und deren Opferzahl alles andere übersteigt. An dem Ort, an dem diese Katastrophe ihren Lauf nimmt, fühlen wir uns eigentlich recht wohl. Tatsache ist aber: Kein Platz der Welt ist gefährlicher als der Ort, wo sich unsere Gabel und unser Messer kreuzen. Es ist kaum zu glauben, aber aufgrund ihrer Essgewohnheiten sterben allein in Europa jedes Jahr viele Millionen Menschen. Dazu kommen noch schwere Erkrankungen, die zu einem großen Teil hätten vermieden werden können.

Der Feind an unserem Tisch

Allein in Deutschland gibt es jährlich 400.000 Todesfälle durch Kreislauferkrankungen, 90.000 durch Herzinfarkt und 200.000 Tote durch Krebserkrankungen. Jeder zweite Deutsche stirbt an einer Herzkreislauf- und jeder vierte an einer Krebserkrankung. In Österreich sieht die Situation nicht besser aus. Die Ernährung ist nicht unerheblich für diese Erkrankungen verantwortlich. Wann, was und wie viel esse ich? Das ist eine entscheidende Frage, die sehr viel mit unserem (Über-)Leben zu tun hat.

Die Katastrophe ...

... spielt sich mitten unter uns ab: Unendlich viele Todesfälle und schwere Erkrankungen wären vermeidbar! Wir bedauern zwar die Opfer von Terroranschlägen und Natur-Katastrophen, übersehen dabei aber das Unglück in der eigenen Gesellschaft. Es fordert jedes Jahr weit mehr Opfer als alle anderen Ereignisse zusammen. Es müsste nicht sein! Unzählige Menschenleben könnten durch einfache Maßnahmen gerettet werden. In diesem Zusammenhang werden immer wieder 3 Bereiche angeführt: Die Umstellung auf eine gesunde Ernährung, der Verzicht auf legale Drogen wie Alkohol und Nikotin und die Änderung von Lebensgewohnheiten wie z.B. das richtige Verhältnis von Ruhe und Bewegung.

Schmeckt mir nicht

Wenn man über gesunde Ernährung spricht, klingt es oft so, als ob gesundes Essen nicht schmecken würde. Auch wenn das nicht stimmt, wird es nicht selten so empfunden. Ursache dafür sind zwei Dinge: Entweder man versteht es nicht mehr, die natürlichen Speisen geschmackvoll zuzubereiten, oder wir haben uns so an den Reiz des Ungesunden gewöhnt, dass der Geschmack für Gesundes erst wieder neu entwickelt werden muss. Meist wird der verdorbene Geschmackssinn zum Maßstab der Ernährung gemacht. Weißmehl, Zucker, ein Übermaß an Fetten, chemisch veränderte Nahrung, Fleisch, Wurst und vieles mehr beherrschen den Speisezettel. Die Folgen: Ärzte, Krankenhäuser, Pflegeheime und letztendlich Bestattungsinstitute haben alle Hände voll zu tun. Wissenschaftler und Experten warnen vor dieser allgegenwärtigen Katastrophe. Selbst die Entwicklungsländer kämpfen immer mehr mit diesem unheilbringenden Phänomen: "Die Weltgesundheitsorganisation WHO rechnet in den kommenden Jahren mit einer rapide wachsenden Anzahl von Krebstoten in den Entwicklungsländern. ... Insgesamt seien im vergangenen Jahr weltweit 6,2 Millionen Menschen durch eine Krebserkrankung gestorben. ... Nach Einschätzung der Mediziner wird sich dieser Trend, der vor allem auf ungesunde Ernährung und die Übernahme eines ,westlichen Lebensstils' zurückgeführt wird, weiter fortsetzen." (rp-online, dpa) Es sollte uns nachdenklich stimmen, wenn wir bei großen Unglücken entsetzt sind, naheliegende und vermeidbare Katastrophe aber nicht wahrnehmen.

Zum Ursprung

Warum gerade uns Christen dieses Thema besonders am Herzen liegen sollte, geht auf den ursprünglichen Plan des Schöpfers zurück. Er gab uns nicht nur Anleitungen für ein glückliches und friedliches Miteinander, sondern auch Rezepte für ein gesundes Leben. So wird aus den ersten Kapiteln der Bibel deutlich, dass nur pflanzliche Nahrung für uns vorgesehen war. Blutvergießen, auch wenn es "nur" von Tieren ist, hätte auch nicht in eine vollkommene Schöpfung gepasst. Erst viel später, berichtet die Bibel, haben sich Menschen für den Fleischkonsum entschieden. Dieser wurde vom Schöpfer aber nur unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt (kein Blut, kein Fett, nur reine Tiere etc.).

Keine Einseitigkeit

Die beste Ernährung nützt aber wenig, wenn wir andere Naturgesetze nicht beachten. Ist der Ausgleich von Ruhe und Bewegung nicht vorhanden oder erlebt das Gemüt eine ständige Berg- und Talfahrt, wird eine gesunde Ernährung wohl kaum Krankheiten verhindern können. Auch umgekehrt stimmt es: Die Folgen von manchem ungesunden Konsum können durch ein gesundes Verhalten (z.B. viel Bewegung) gemildert oder zumindest verzögert werden. Niemand sollte sich aber bewusst auf ein solches Experiment einlassen. Beachten wir auf allen Gebieten die Ratschläge, die Gott uns in seinem Wort und durch die Naturgesetze gegeben hat, so ist es das Beste für uns. Das betrifft auch unsere geistige und seelische Gesundheit. Auch auf diesem Gebiet wird viel Ungesundes bzw. Unwahres angeboten. Die psychischen Erkrankungen steigen erschreckend an. Kombiniert mit einer ungesunden Lebensweise zerstören sie die Lebensqualität, die Gott uns durch seine Anweisungen und Ratschläge schenken möchte. Was unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit betrifft, halten wir unser Schicksal durch Messer und Gabel im wahrsten Sinne des Wortes in den eigenen Händen. Die Wahrscheinlichkeit, einem Terroranschlag zum Opfer zu fallen, ist unvergleichbar geringer, als vom Feind an unserem Tisch besiegt zu werden. Wir können uns aber dagegen wehren. Fangen wir damit an!

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