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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1301

Glauben heißt leben

Haben wir in dieser Welt Grund zur Freude? Müssen wir nicht eher resignieren, wenn wir beobachten, wie es um uns herum drunter und drüber geht? Manche Menschen engagieren sich, um das Leben positiv zu gestalten und unsere Erde zu einem besseren Wohnort zu machen. Unsere Zukunft liegt im Morgen, meinen sie – und die Frage bleibt, ob sie einer Illusion nachhängen, einer Utopie oder doch einem realistischen Wunsch.

Haben wir in dieser Welt Grund zur Freude? Müssen wir nicht eher resignieren, wenn wir beobachten, wie es um uns herum drunter und drüber geht? Manche Menschen engagieren sich, um das Leben positiv zu gestalten und unsere Erde zu einem besseren Wohnort zu machen. Unsere Zukunft liegt im Morgen, meinen sie – und die Frage bleibt, ob sie einer Illusion nachhängen, einer Utopie oder doch einem realistischen Wunsch. Andere wiederum sehen der Zukunft skeptisch entgegen und sind entmutigt und vielleicht sogar verzweifelt, wenn sie an die Missstände, sozialen Unruhen, politischen Aufruhre, an die vielen Krankheiten und die herrschende Not in vielen Ländern denken.

Was für eine Einstellung habe ich als Christ? Bin ich eher der pessimistische Typ, der sich an der „Krücke Religion“ festhält - oder einer, der vom besseren Morgen träumt? Ich behaupte, Christsein hat Zukunft - und hat ganz reale positive Folgen für das Leben hier und jetzt. Im Folgenden nun einige Ansatzpunkte, die zeigen, dass der christliche Glaube Hand und Fuß hat und sich auf den Alltag wohltuend auswirkt.

Licht in der Dunkelheit

Sind Sie ein rundum zufriedener, glücklicher Mensch? Wohl kaum jemand würde dies behaupten. Zu groß sind oft die persönlichen Probleme und Nöte. Da gibt es Angst, Unsicherheit, Traurigkeit, Einsamkeit, Abhängigkeiten, Verzweiflung, Krisen, Trennung, Verlust und Krankheit, um nur einige Dinge zu nennen. Was versuchen wir nicht alles, um Hilfe zu bekommen! Wir kaufen Bücher, gehen auf Seminare, fragen andere um Rat, suchen einen Therapeuten auf - und das ist auch gut und vernünftig. Es gibt viele Möglichkeiten, um im Leben weiterzukommen. Doch letztlich bleibt der Mensch auf sich allein gestellt. Die Verantwortung für das eigene Leben nimmt uns niemand ab. Und auch die Einsamkeit, die uns immer wieder packt, sogar in vielen Beziehungen und Partnerschaften, bleibt bestehen. Bin ich wirklich ganz alleine? Nein, denn Gott selbst ist gerade zu den Fragenden und Suchenden gekommen. Keine Not, kein Problem ist ihm zu groß oder zu schwierig. Der Gott, der Himmel und Erde geschaffen hat, weiß, woher ich komme und wohin ich gehe. Er kennt meine Fragen und Sorgen, meine Hilflosigkeit genauso wie mein Versagen: "HERR, du erforschest mich und kennest mich; ich sitze oder stehe auf, so weißt du es; du verstehst meine Gedanken von ferne" (Psalm 139,1.2). Gottes Gegenwart ist keine Bedrohung für unser Leben, sondern unsere große Chance. Denn Gott geht noch einen Schritt weiter und bietet mir an, meine Lebensprobleme gemeinsam mit ihm zu lösen. Doch wie rede ich mit Gott? Wie kann ich ihm meine Fragen vorlegen? Dazu gibt es ein sehr einfaches Mittel: das Gebet. Trauen Sie sich doch einmal, ganz offen und ehrlich mit Gott zu sprechen! Sie brauchen dazu weder schöne Sätze noch vorgefertigte Texte - Ihr Gebet ist Ihr Gespräch mit Gott. Und Gott hilft uns Menschen gerne: "Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen" (Psalm 50,15). Auch Dank und Freude können Teil Ihres Gebetes sein – sagen Sie Gott einfach, was Sie bewegt. Und manchmal wird uns beim Beten auch bewusst, was uns wirklich fehlt ...

Unsere Sehnsucht

Die größte Sehnsucht ist und bleibt die Liebe. Sich geliebt und geborgen zu wissen - das gehört zu den Grundbedürfnissen jedes Menschen. Wenn diese Sehnsucht nicht gestillt wird, sind wir ständig auf der Suche - nach Menschen, Dingen und Beschäftigungen, die uns Sinn und Wert verleihen, die uns spüren lassen: Es ist gut, dass du da bist. Menschenworte reichen da oft nicht aus, denn sie sind unsicher und unbeständig. Worauf wir uns heute noch verlassen haben, mag morgen schon wieder ganz anders sein. Doch einer sagt dieses Wort zu uns, einer, der es wissen muss und dessen Wort alle Zeiten überdauert hat: Gott. Vielleicht denken Sie jetzt: Mein Leben ist zu klein und unbedeutend, als dass Gott sich dafür interessieren würde. Doch unserem Gott, der das Kleine ebenso wie das Große geschaffen hat, ist kein Menschenleben gleichgültig. Er betrachtet uns mit Augen der Liebe: "Ich habe dich je und je geliebt" (Jeremia 31,3). Vom Kind bis zum Greis - Gottes Liebe gilt jedem ganz persönlich. Und wenn Sie sich fragen: Was bewirkt diese Liebe Gottes ganz real im Leben? – dann denken Sie daran, wie schon menschliche Liebe "Flügel verleiht". Liebe gibt uns Kraft und Mut, unser Leben anzupacken und zu gestalten, sie schenkt uns ein Zuhause und einen Ort, an dem ich sein kann, wie ich bin. Die Liebe Gottes macht mein Leben völlig neu. Auf einmal fühle ich mich unabhängig vom Lob der anderen, bin nicht mehr so leicht verwundbar, habe meinen Wert entdeckt! Doch so manches mag trotzdem nicht in Ordnung sein …

Das Schuldproblem

Kennen Sie folgende Situation? Eine leichthin ausgesprochene Bemerkung führt zu einer Beleidigung, zu einer Kränkung. Daraufhin entsteht ein Streit. Man wirft sich harte Worte an den Kopf, und schon ist die Krise herbeigeführt. Sie fühlen sich womöglich im Recht, doch irgendwie plagt Sie das Gewissen. Was tun mit der persönlichen Schuld, dem eigenen Versagen, dem eigenen Anteil am Konflikt, an den seelischen Schmerzen, am Unglück und Leid? Schuld wird heute vielfach bagatellisiert (nach dem Motto: "Tu dir was Gutes" - und achte dabei nicht auf die anderen), doch sie ist da. Interessanterweise gibt es mit unseren begrenzten Möglichkeiten keine Lösung dafür. Auch die Psychologie kann uns dabei nicht weiterhelfen. Schuld kann nicht einfach weggewischt werden. Doch Gott bietet uns dafür eine Lösung an: Vergebung. "Gott, sei mir gnädig nach deiner Güte und tilge meine Sünden nach deiner großen Barmherzigkeit" (Psalm 51,3), betete König David, als ihm bewusst wurde, wie viel Schuld er durch seinen Ehebruch und den darauffolgenden Mord am Ehemann der begehrten Frau auf sich geladen hatte. Er verharmloste seine Schuld nicht, noch verschwieg er sie, noch machte er jemand anders dafür verantwortlich, sondern wandte sich an Gott und bat um Vergebung. Und tatsächlich: Gott vergibt gerne, er möchte, dass wir als befreite Menschen weitermachen und unser Leben gut gestalten: "Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er (Gott) treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit" (1.Johannes 1,8.9). Doch dafür war eines nötig ...

Eine Tat der Liebe

Wie kann Schuld vergeben werden? Löst sie sich in Luft auf? Wird sie klein gemacht? Es gibt keine billige Lösung. Doch Gott war nichts zu teuer für uns Menschen. Die Bibel erklärt uns, welchen Weg Gott wählte, um uns zu helfen: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben" (Johannes 3,16).

Zu Weihnachten feiern wir seine Geburt hier auf Erden. Der Gottessohn kam zu uns, lebte unter uns Menschen und starb am Kreuz von Golgatha. Doch warum war sein Tod nötig? Hätte es nicht einen anderen Ausweg gegeben? Nein, unsere Schuld verlangte einen so hohen Preis. Meinen "Schuldenrucksack" nahm Jesus auf sich und starb an dieser Last. Er bot uns die Chance, wieder als befreite und erlöste Menschen zu leben. So groß war Gottes Liebe. So groß ist Gottes Liebe zu uns heute. Das ist die gute Nachricht des Evangeliums. Doch warum spricht Jesus in dem vorhin zitierten Bibeltext vom "ewigen Leben"? Was kann man sich darunter vorstellen?

Tod oder Leben?

Krankheit und Not, Krisen und Kriege machen uns betroffen – vom Tod gar nicht zu reden. Es gab wohl viele Versuche, eine bessere Welt zu schaffen, eine Welt, in der Gerechtigkeit und Friede herrschen, Glück und Gesundheit für alle. Sie merken schon, wir reden da mehr von einer Utopie als von der Wirklichkeit. Irgendetwas in uns sagt doch, es müsste anders, besser sein. Wir sehnen uns nach Frieden und Glück, nach dauerhaftem Frieden und bleibendem Glück. Wir ahnen etwas von der Ewigkeit, die Gott für uns vorbereitet - eine neue Erde in einer vollkommenen Welt. Wie wird es aussehen, dieses ewige Leben, das Gott verspricht?

"Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde ... und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein" (Offenbarung 21,1.4) - so beschreibt die Bibel dieses neue Leben, das bei der Wiederkunft Jesu all jenen geschenkt wird, die an ihn geglaubt haben.

Klingt fantastisch, nicht wahr? Zu schön, um wahr zu sein? Nein, Gottes Versprechen und Verheißungen sind zuverlässig und wahr! Jesus selbst bereitete seine Jünger darauf vor: "Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! In meines Vaters Haus sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin" (Johannes 14,1-3).

Auf diese neue Erde können wir uns heute schon freuen - und stehen gleichzeitig mit beiden Beinen im Leben. Darum bin ich Christ: Weil der Glaube an den Gott der Bibel das Leben verändert, Mut und Hoffnung schenkt, Freude und Liebe, Gegenwart und Zukunft!

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Erschienen in: Top Life Aktuell 1206

 

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