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Verfasser:Mag. Claudia Flieder

Brot des Lebens

Gedanken über unser täglich Brot

Was haben Sie heute bereits zu sich genommen? Mehr oder weniger Nahrhaftes in flüssiger oder fester Form, süß oder pikant, gekocht oder gebraten, roh oder verarbeitet - die Nahrungsaufnahme ist ein fester Bestandteil in unserem Alltag.

Essen und Trinken dient uns nicht nur zur Erhaltung unseres Lebens, sondern bereitet auch erhebliches Vergnügen. Unzählige Kochbücher und Rezepte aus aller Welt zeigen eine erstaunliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten der täglichen Nahrungsaufnahme; und Haubenköche und Gourmettempel laden uns zum Genuss exquisiter Kochkunst ein. Ob Wellnessküche oder Nouvelle-Cuisine, ob Hausmannskost oder exotische Schmankerln - uns steht eine schier unerschöpfliche Palette an Verarbeitungsmöglichkeiten diverser Grundnahrungsmittel zur Verfügung. Und um kaum einen Bereich wird zuweilen ein derartiger Kult betrieben wie rund ums Essen. Apropos rund: mit den Folgen üppigen Genusses beschäftigt sich wiederum eine ganze Industrie: Schlankheitsmittel und so genannte Light- Produkte sind gefragte Güter, mit deren Hilfe man sich die Beseitigung der überflüssigen Kilos und Schwimmreifen um die Hüften erhofft. Unsere Wohlstandsgesellschaft ist längst auch eine Gesellschaft der Esskultur und -unkultur geworden. Unzählige Euros wandern in die Supermärkte und Gourmettempel. Und für manche scheint sich der alte Spruch "Wir leben nicht, um zu essen; wir essen, um zu leben" ins Gegenteil verkehrt zu haben. Essen als Lebenszweck, Speisen als Kompensation für die innere Leere, Genuss als Lust statt Frust?

Vom irischen Dichter Oscar Wilde wird folgende Anekdote erzählt: Oscar Wilde kam in seinem Leben nie aus den Schulden heraus, obwohl er über nicht unbeträchtliche Einnahmen verfügte. Ein Freund brachte sein Befremden darüber zum Ausdruck, doch Wilde antwortete: "Mit meinen Einnahmen kann ich gerade meinen Bedarf an Austern, Kaviar und Sekt decken. Aber ich muss ja schließlich auch meine Wohnung und mein Essen bezahlen."

Essen - Bedürfnis und Genuss, Lust und Freude. Doch Nahrungsaufnahme betrifft nicht nur unseren Körper. Auch Geist und Seele wollen versorgt sein. Der französische Schriftsteller Luc de Clapiers meinte dazu: "Der Geist ist denselben Gesetzen unterworfen wie der Körper: beide können sich nur durch beständige Nahrung erhalten". Für den Körper gibt es eine breite Palette an Fastfood und mitunter muten wir unserem Magen eine gar zu bunte Mischung an nicht gerade wohlbekömmlicher Nahrung zu. Doch was ist mit unserem Geist - wie viel Fastfood muss der ertragen, mit wie viel Billigprodukten wird unser Geist tagtäglich gefüttert? Es scheint, als ob wir über der Sorge für unser leibliches Wohl die Bedürfnisse unseres seelischen und geistigen Innenlebens ganz aus den Augen verloren hätten.

"Höre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz auf den rechten Weg", sagt die Bibel und gibt dem Menschen den Rat, sorgfältig zu prüfen, was er aufnimmt, womit er sich versorgt. Ist das ein alter Ratschlag, anachronistisch in einer Zeit, in der es keine Beschränkungen und nur noch willkürlich gesteckte Grenzen gibt? Ob es dem Menschen tatsächlich gut getan hat, zu genießen, ohne nachzudenken, aufzunehmen, ohne zu prüfen, zu konsumieren, ohne zu bedenken, wie viel Qualität in dem Angebotenen steckt?

Zu unseren Grundnahrungsmitteln gehört das Brot - ob es sich nun um Weißbrot oder Vollkornbrot, um Schwarz- oder Mischbrot handelt - Brot ist aus unserem Speiseplan nicht wegzudenken. Von einem ganz besonderen Brot spricht die Bibel: Jesus ist das Brot des Lebens. Wer Jesus aufnimmt, bekommt Speise für das geistliche Wohl. Nahrung, die Kraft gibt auch für schwierige Zeiten. Der Evangelist Johannes überliefert uns die Worte Jesu: "Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird nimmermehr dürsten". Menschen, die ihn bei seinem Wort genommen und sein Angebot genützt haben, haben zu allen Zeiten die Erfahrung gemacht: Gott schenkt Kraft zum Leben, Gott gibt Nahrung für Seele und Geist, Gott bietet dem Menschen geistliche Vollwertkost an, die sich im Alltag als echte Kraftnahrung erweist. Wer zu Jesus kommt und Glauben wagt, findet dort alles, was er zum Leben benötigt - und sogar mehr als das ...

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