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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1203

Gut versichert? Was Menschen brauchen.

Sind Sie gut versichert? Haben Sie die beste Versicherung für sich und Ihr Leben abgeschlossen? Zumindest kennen Sie die einschlägigen Plakate, mit denen Versicherungen den optimalen Schutz versprechen - für Ihre Anlagen und Anliegen, für Ihr Auto, Ihr Eigenheim, ja sogar für Ihr Leben. Sie alle schlagen Kapital aus unserem Wunsch nach mehr Sicherheit. ...

Unsere Welt ist unsicher geworden, und darum sind wir für Angebote offen, die uns mehr Sicherheit versprechen. Jemand Starken und Zuverlässigen an unserer Seite zu haben, das würde uns beruhigen. Darum glauben wir auch nur allzu gern der Werbung, in der diesem Wunsch scheinbar entgegengekommen wird. "Scheinbar" deshalb, weil dabei zwar sehr geschickt die Gefühle und Ängste der Menschen von heute angesprochen, aber keine zuverlässigen Werte vermittelt werden. Wirkliche Sicherheit, wahren Halt und inneren Frieden kann eben die teuerste und beste Versicherung der Welt nicht bieten. Tatsache ist, dass vielen Menschen nichts anderes übrig bleibt, als sich auf finanzielle Rücklagen und Anlagen zu verlassen.

Was wird werden?

Dieses Bestreben, sich abzusichern, ist auch nur allzu verständlich. Schauen wir uns doch einmal die Welt von heute an. Bei aller Gutgläubigkeit und bei größtem Optimismus erkennt man doch, dass sie sich nicht in eine positive Richtung entwickelt. Ängste und Bedrohungen werden größer statt kleiner. Da sind zum einen Zukunftsängste im Allgemeinen. Wie wird es weitergehen? Werde ich mich und meine Familie über Wasser halten können? Wird mein Einkommen für unseren Lebensstandard ausreichen? Ja, ist unsere finanzielle Sicherheit denn überhaupt gegeben? Wird es zu einer Geldentwertung kommen? Werde ich meine Sparguthaben verlieren? Das sind Fragen, die die Menschen von heute beschäftigen. Manche haben mitunter mühsam ihre Existenz aufgebaut und zittern nun um ihre Zukunft, um eine sichere Pension und ein gutes Ausgedinge. Stichwort "Pension": Ältere und Jüngere haben heute ein gemeinsames Problem. Es ist nicht mehr leicht, auf dem Arbeitsmarkt unterzukommen. Die Konkurrenz ist größer geworden, hohe Standards werden verlangt und die Zeiten eines stabilen Arbeitslebens sind vorbei. Firmen bauen aus Spargründen Personal ab, und dabei geraten oft die älteren Arbeitnehmer unter die Räder. Jüngere wiederum haben es aufgrund geringerer Berufserfahrung schwer, überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden, und leiden unter Hoffnungslosigkeit und Zukunftssorgen. Was kann ihnen die Welt von heute noch bieten? Dazu kommen existentielle Ängste wie um das eigene Überleben.

Unsicherheiten

Immer mehr Staaten betreiben atomare Aufrüstung und entziehen sich der Kontrolle durch die internationale Staatengemeinschaft. Kann der berühmt-berüchtigte "Knopfdruck" unseren Planeten Erde zerstören? Müssen wir um unser buchstäbliches Überleben besorgt sein? Dass dies keine unberechtigten Sorgen sind, zeigte die Reaktorkatastrophe von Fukushima (Japan). Wir werden der Geister, die wir riefen, nicht mehr Herr. Was bedeutet das nun, wenn dabei noch Staaten im Spiel sind, die bewusst mit Bedrohung und Terror zündeln? Auch die Natur scheint verrückt zu spielen. Nicht nur vom Klimawandel ist hier die Rede, sondern auch von Naturkatastrophen aller Art. Ob Feuer oder Wasser, ob Erdbeben oder Tsunamis, die Natur kann unserem Sicherheitsdenken einen dicken Strich durch die Rechnung machen.

Versicherungen? Sie mögen ihren Teil leisten, doch zerstörtes Leben und ruinierte Existenzen sprechen eine andere Sprache. Oft trifft es die Ärmsten unter den Armen, und das weltweite Elend vergrößert sich noch, statt dass es kraft unserer gemeinsamen Bemühungen kleiner wird. Dabei stellt sich die Frage, ob wir überhaupt noch gut funktionierende Gemeinschaften kennen. Ehen werden getrennt, Familien zerbrechen und auf das Miteinander einer stabilen Gesellschaft kann man sich kaum noch verlassen - im Zweifelsfall ist einem doch das eigene Hemd am nächsten. Viele Menschen sind verbittert und leiden unter Einsamkeit und Abgeschiedenheit. Was ihnen fehlt, ist nicht eine attraktive Versicherung, sondern - Liebe.

Von der großen Sehnsucht

Liebe ist die große Sehnsucht des Menschen: Endlich ankommen, endlich ein Zuhause haben, endlich wohin gehören, angenommen sein und sich geliebt fühlen. Nicht umsonst haben Liebesfilme à la Hollywood immer noch Hochsaison und erfreuen sich großer Beliebtheit. Nicht umsonst haben Sänger und Bands auf der ganzen Welt immer noch die Liebe zum Inhalt ihrer Werke. Nicht umsonst wird der Wunsch nach Liebe geschickt vermarktet und wird mit Bildern glücklicher Familien und verliebter Paare geworben.

Liebe - danach sehnten sich schon unzählige Generationen vor uns und danach sehnen wir uns heute, wir und unsere Kinder. Bereits im Kleinkindalter wird durch eine liebevolle Atmosphäre die Grundlage für die Entwicklung eines positiven Selbstwertgefühls und der Fähigkeit zu Vertrauen gelegt. Liebe hilft Kindern, auf einer stabilen Grundlage ihre Fähigkeiten zu entdecken und zu entwickeln. Und später, in den Sturm- und Drangzeiten der Pubertät, hilft jungen Leuten die Liebe der Eltern, sich selbst zu finden und eine eigene Beziehung zum Leben aufzubauen, wenn die Werte früherer Generationen in Frage gestellt und eigene gesucht werden.

Liebe verbindet

Doch wir brauchen nicht bei der Jugend stehen zu bleiben. Liebe ist es, was Paaren hilft, auch in Krisenzeiten zueinander zu stehen und Probleme gemeinsam zu meistern. Und später, wenn das Alter an die Tür klopft, ist es die Liebe der Kinder und Familien, die älteren Menschen Geborgenheit und Schutz in einer sich rasant verändernden Welt schenkt. Mit einem Wort: Liebe brauchen wir alle. Wir leben davon, wir bauen uns daran auf, wir suchen sie und vermissen sie schmerzlich, wenn sie fehlt. Liebe ist das Grundelement menschlichen Lebens, wie das Wasser für den Fisch die notwendige Umgebung darstellt. Doch wir müssen auch festhalten, dass uns in unserer Gesellschaft die Fähigkeit zu lieben abhanden kommt. Wir lieben noch unsere Kinder (was auch nicht mehr selbstverständlich ist), hoffentlich unseren Partner/unsere Partnerin, doch mit der Nächstenliebe tun wir uns schon schwer. Wie sollte ich denjenigen lieben, der als der Fremde, der ganz Andere, der vielleicht Schwierige in mein Leben tritt und mir unbequem, lästig und mühevoll erscheint?

Von der Quelle der Liebe

Solch eine Liebe gibt es. Freilich nicht bei einer Versicherung. Auch nicht die ausgeklügeltste Werbung kann sie uns verkaufen. Wir finden sie nicht in der Tageszeitung, im Fernsehfilm oder im Kinosaal. Es ist eine Liebe, die nicht mit lauten Worten oder bunten Bildern für sich wirbt. Und diese Liebe ist nicht an unser Alter, unsere Leistungsfähigkeit oder unser Einkommen gebunden. Es ist die Liebe Gottes. Vielleicht schütteln Sie jetzt den Kopf und denken an nostalgische Kinderzeiten zurück, als Sie noch an den „lieben Gott“ glaubten. Mit dem Ernst des Lebens haben sich auch solche Gefühle aufgehört. Doch wir sprechen hier von einer ganz handfesten, sicheren und stabilen Liebe, die dem Menschen Halt, Geborgenheit und Sicherheit schenkt. Diese Liebe Gottes wurde für uns in der Krippe von Bethlehem wie auch im Leiden und Sterben Jesu am Kreuz von Golgatha sichtbar. Diese Liebe Gottes besteht nicht aus schönen Worten und Lippenbekenntnissen, sondern erweist sich in einem bedingungslosen Ja Gottes zu seinem Geschöpf Mensch. Ja, du sollst leben, ja, du bist einzigartig, ja, ich liebe dich - und ja, du hast Zukunft. Woher wir all das wissen? Behaupten kann man doch vieles, oder?

Wie oft glauben wir einem Bericht aus dem Fernsehen oder der Tageszeitung und müssen uns doch eingestehen, dass die Medien manipulativ arbeiten. Geschickt werden da mit Bildern und Berichten Ängste geschürt und generell gilt: "Nur schlechte Nachrichten verkaufen sich gut"! Nicht so das große Buch über die Liebe Gottes. Die Bibel berichtet vom Leben der Menschen mit Gott, von seinem Handeln und seinen Worten und der Begegnung mit ihm. Und immer wird erkennbar: Gott liebt den Menschen. Auf diese Liebe kann man sein Leben bauen, sie bleibt, wenn Menschen gehen, und sie ist auch im Alter noch stark und lebendig.

Suchen Sie nach einer guten Versicherung für Ihr Leben? Vielleicht sorgen Sie mit der einen oder andern derzeit auf dem Markt angebotenen Versicherung für den Ernstfall vor. Doch vergessen Sie dabei nicht die einzig allumfassende und stabile Sicherheit, die es nur bei Gott gibt - seine Liebe.

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