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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1304

Lebendiges Wasser

Wasser ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Wir brauchen es zum Trinken, zum Waschen, zum Kochen, zum Gießen der Blumen und für viele andere Tätigkeiten des Alltags. Abgesehen davon genießen wir es, ins Schwimmbad zu gehen oder ein Vollbad zu nehmen. Wir sind in der glücklichen Lage, frisches Wasser in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben - und vergessen dabei oft, dass Wasser in anderen Ländern keine Selbstverständlichkeit darstellt. Ja, um Wasser werden regelrecht Kriege geführt, denn kaum ein anderes Lebenselement ist für uns so wichtig wie dieses. Ein Mensch kann 4 Wochen lang ohne Nahrung auskommen - aber nur 2 Tage lang ohne Wasser!

Brunnen oder Quellen?

Wasser ist auch in der Bibel wichtig. Was für ein Wasser gab es zur Zeit Jesu? Es gab Brunnen, wo das Wasser lange stand. Dieses Wasser war nicht mehr frisch. Wenn man aus einem alten Brunnen trank, war man bald wieder durstig. Das Wasser löschte schnell den ärgsten Durst - aber das hielt nicht lange an, dann stellte sich der Durst wieder ein. Es gab aber auch Quellen. Deren Wasser war klar, sauber und frisch. Wenn man solches Wasser trank, fühlte man sich wieder lebendig und hatte seinen Durst wirklich gelöscht.

Durst des Herzens

Wonach dürsten wir heute? Schauen wir sehnsüchtig - und ein wenig neidisch - auf jene, die scheinbar alles im Leben erreicht haben? Denen es so wirklich gut geht? Steht uns der Durst nach mehr Geld? Nach Macht? Oder nach Liebe, danach, wirklich geliebt zu werden? Diesen oder ähnlichen Durst kennt wohl jeder Mensch und hat darunter schon einmal gelitten. Die Frage ist nicht, ob wir unseren Durst stillen möchten, sondern wie wir das tun! Gehen wir zu alten „Brunnen“, die uns doch wieder leer und durstig zurücklassen – oder kennen wir in unserem Leben "Quellen", die uns erfrischen und beleben?

Sauberes Wasser gefragt

Wissen Sie, wie viel Wasser es auf der Erde gibt? Unser Planet besteht zu 75% aus Wasser. Mit anderen Worten: Drei Viertel unserer Erde sind Wasser. Nur 3% sind trinkbares Wasser, das ist sehr wenig. Salzwasser kann man nicht trinken. So ist es eigentlich in unserer Welt auch. Da gibt es vieles, was man tun und haben kann, aber nicht alles ist gut und gesund. Mit Gott kann ich immer genau prüfen, wo "gutes Wasser" für mein Leben ist. Und das ist in unserer Welt heute äußerst wichtig, denn es gibt unzählige Angebote. Alles schaut toll und lustig und interessant aus – aber nicht alles ist gut für uns. Die Bibel rät uns, Angebote und Möglichkeiten zu hinterfragen, ob sie zum Nutzen oder zum Schaden sind: "Prüft aber alles und das Gute behaltet" (1. Thessalonicher 5,21)

An der Quelle

Der biblische Glaube ist wie eine Quelle. Bei Gott werde ich wirklich satt und ruhig. Gott schenkt mir so viel Gutes, sodass ich keinen Hunger oder Durst nach "noch mehr" habe. Wenn ich an Gott glaube, werde ich zufrieden und froh, weil ich weiß, dass Gott mich liebt - und das ist wie eine frische Quelle, die immer sprudelt. Die Angebote dieser Welt versprechen uns das große Glück - und lassen uns doch leer und durstig zurück. Es gibt eben nur einen, der unseren Lebensdurst wirklich löschen und unser Leben erfüllen kann: Jesus Christus. Im Johannesevangelium spricht er selbst davon: "Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen" (Johannes 10,10)

Lebendiges Wasser

Im Johannesevangelium finden wir auch einen interessanten und wichtigen Bericht über eine entscheidende Begegnung an einem Brunnen in Samarien. Jesus ruhte sich dort ein wenig aus, während die Jünger unterwegs waren, um Speise zu kaufen. Genau zu diesem Brunnen kam eine Frau, um Wasser zu schöpfen. Während dies normalerweise in den Morgenstunden geschah, erschien sie zur Mittagszeit - dann, wenn die Sonne herunterstach und man eher den Schatten aufsuchte. Sie kam allein, denn aufgrund ihres Lebenswandels hatte sie keine Freunde mehr in ihrer Umgebung. Nun sah sie den Fremden auf dem Brunnenrand sitzen und bot ihm aus Mitleid an, für ihn ein wenig Wasser aus dem Brunnen heraufzuholen. Jesu Antwort darauf finden wir im Johannesevangelium 4,13.14: "Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinkt, den wird wieder dürsten; wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm eine Quelle des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt."

Die Samariterin wollte Jesus Wasser aus dem Brunnen reichen, aber er wies sie darauf hin, dass es besseres Wasser für sie gebe, Wasser, das nur Jesus geben kann. Jesus ist die Quelle des Lebens und wer an ihn glaubt, der wird seinen Durst wirklich löschen können. Die Frau nahm das Wort auf, und ihr Leben änderte sich völlig. Nun hatte sie erfahren, wer wirklich der Heiland der Welt war, und aus Freude konnte sie nicht an sich halten. Sie eilte in die Stadt, um allen Menschen von ihrer „Entdeckung“ zu erzählen. Nun war sie keine Außenseiterin mehr, sondern eine gläubige Frau, die ihren Platz im Leben gefunden hatte.

Wasser für alle

Wenn ich an Gott glaube, dann ist das so, als ob ich aus einer sauberen, guten Quelle trinken würde. Mir geht’s nachher besser als vorher. Und dann passiert noch etwas: Ich werde selbst zu einer Quelle! Jesus hat das einmal so ausgedrückt: "Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen" (Johannes 7,38). Wenn ich also mit Gott verbunden bin, kann ich selbst gutes Wasser weitergeben. So wie wenn ich bei einer Quelle stehe und getrunken habe und dann den anderen, die mit mir unterwegs sind, auch frisches Wasser aus der Quelle anbiete. Es ist genug für alle da.

Aber was meint Jesus damit? Was bedeutet es, selber eine Quelle zu sein? … Wenn ich an Gott glaube, bekomme ich jede Menge Kraft und Fröhlichkeit, Hilfe und Schutz, Freude und Liebe - und ich kann anderen Menschen etwas davon geben. So reich macht Gott mich - dass ich für mich und für andere genug habe! Menschen, die sich für den Gott der Bibel entschieden haben, möchten gerne die gute Nachricht von Jesus Christus anderen mitteilen. Ihr Herz ist voll davon! Christen erleben, wie Gott ihren Lebensdurst stillt - und das wünschen sie auch den Menschen um sie herum. Die Frau aus Samarien, die eine entscheidende Begegnung mit Jesus hatte (s.o.), war von Freude erfüllt - und lief in die Stadt, um anderen davon zu erzählen. So wurde sie selbst zu einer Quelle lebendigen Wassers. Und nicht weniger als das geschieht auch heute – wenn wir zu Jesus gehen, um unseren Lebensdurst zu stillen.

Erfrischt und belebt

Lebendiges Wasser - ist das eine Geschichte aus der Bibel, die mit unserem heutigen Leben nichts mehr zu tun hat? Wie geht es Ihnen damit? Sind Sie an der Quelle - oder haben Sie eine Wegstrecke hinter sich, die Sie müde und durstig zurückgelassen hat? Die Worte der Bibel sind in unsere heutige Zeit hineingeschrieben. Wir sind nicht unserem Schicksal ausgeliefert, sondern da ist ein Gott, der sich liebevoll um uns kümmern möchte. Jesus Christus schenkt lebendiges Wasser - auch/gerade heute noch. Wo auch immer Sie stehen, wie Sie auch leben - geben Sie sich nicht mit alten "Brunnen" zufrieden. Wer einmal das Wasser geschmeckt hat, das Jesus anbietet, der hat eine Quelle entdeckt, die erfrischt und belebt. Und diese Quelle wird auch nie versiegen, denn Jesus war und ist und wird in Ewigkeit sein. Zögern Sie nicht, von der Quelle zu trinken, und erleben Sie, wie das Leben - Ihr Leben - gut wird!

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Erschienen in: Top Life Aktuell 1302

 

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