Was geschieht mit dem Menschen wenn er stirbt?
Kommt er in den Himmel, in die Hölle, ins Fegefeuer oder ist alles endgültig vorbei?
Bei Beerdigungen trösten viele Pfarrer und Pastoren die Angehörigen damit, dass der ?heimgegangene" Gläubige nun sich der Gemeinschaft der himmlischen Bewohner erfreue. Er treffe seine schon verstorbenen Verwandten und Freunde. Tatsächlich lehrt die Bibel, dass Menschen, die im festen Vertrauen auf Jesus Christus gestorben sind, dies einmal erleben werden. Doch von einer sofortigen Himmel- oder Höllenfahrt weiß die Bibel nichts ? schon gar nicht von einem Aufenthalt in einem Fegefeuer, welches angeblich der Vorbereitung auf den Himmel dient. Der Tod wird im biblischen Wort mit dem Schlaf verglichen: ?Wie Wasser, das aus einem See ausläuft, und wie ein Flussbett, das vertrocknet, so ist der Mensch, wenn er stirbt: Er legt sich nieder und steht nie wieder auf. Ja, die Toten werden niemals erwachen, solange der Himmel besteht! Nie wieder werden sie aus ihrem Schlaf erweckt!" Hiob 14, 12
Als die Menschen um den verstorbenen Lazarus trauerten, verwendete auch Jesus das Bild des Schlafes: ?Nachdem er das seinen Jüngern gesagt hatte, meinte er: ,Unser Freund Lazarus schläft jetzt, aber ich will hingehen und ihn aufwecken!' ,Wenn er schläft, wird er bald wieder gesund sein', erwiderten die Jünger. Sie glaubten nämlich, Jesus hätte vom gewöhnlichen Schlaf gesprochen, aber er redete vom Tod des Lazarus. Deshalb sagte er ihnen jetzt: ,Lazarus ist tot!" Johannes 11, 11
Wer um einen Verstorbenen trauert, darf sich an das unmissverständliche Wort erinnern, das Paulus der jungen Christengemeinde schrieb: ?Und nun, liebe Brüder, möchten wir euch nicht im Unklaren darüber lassen, was mit den Christen ist, die schon gestorben sind. Ihr sollt doch nicht trauern wie die Menschen, denen die Hoffnung auf das ewige Leben fehlt. Wenn wir glauben, dass Jesus gestorben und auferstanden ist, so dürfen wir auch darauf vertrauen, dass Gott alle auferwecken wird, die im Glauben an Jesus Christus gestorben sind. Wenn er wiederkommt, werden sie dabei sein. Denn das hat uns der Herr ganz gewiss zugesagt: Wer bei der Wiederkunft Jesu noch am Leben ist, wird gegenüber den Toten nichts voraushaben. Auf den Befehl Gottes werden die Stimme des höchsten Engels und der Schall der Posaune vom Himmel ertönen und Christus wird wiederkommen. Als erste werden die auferstehen, die im Glauben an Christus gestorben sind. Nach ihnen werden wir, die wir zu diesem Zeitpunkt noch leben, unserem Herrn entgegengeführt, um ihm zu begegnen. Dann werden wir für immer bei ihm sein. Tröstet euch untereinander, weil ihr diese Hoffnung habt." 1. Thess. 4, 13-18
Der Tote lebt nicht in irgendeiner übernatürlichen Form weiter. Er ruht ohne Bewusstsein im Grab bis zu dem Tag, an dem ihm der Schöpfer wieder neues Leben schenkt. Das Bild der sofortigen Himmelfahrt ist kein biblisches: ?In der Unterwelt dankt dir niemand, kein Toter preist dich mit Liedern. Die Leichen in den Gräbern hoffen nicht mehr auf deine Treue. Aber die Lebenden, sie danken dir, so wie ich dich heute lobe ..." Jesaja 38, 18. 19 Im Zustand des Todes herrscht kein Unterschied zwischen Mensch und Tier: ?Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: Wie dies stirbt, so stirbt auch er, und sie haben alle einen Odem, und der Mensch hat nichts voraus vor dem Vieh; denn es ist alles eitel. Es fährt alles an einen Ort. Es ist alles aus Staub geworden und wird wieder zu Staub." Prediger 3, 19. 20
Wer die biblische Auferstehungshoffnung hat, braucht keinen falschen Trost. All die Sorgen über das Leiden des Verstorbenen in einer vermeintlichen Hölle oder einem Fegefeuer sind unbegründet. Unsere Sorge sollte vielmehr unsere Entscheidungen im Leben betreffen, die schließlich unser Schicksal bestimmen. Deshalb bat schon Mose Gott: ?Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden." Psalm 90, 12
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