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Bestätigt die Archäologie die Bibel?

Über die Zuverlässigkeit der Bibel

Mit dem Aufkommen der historisch-kritischen Bibelwissenschaft häufte sich die Kritik an der Zuverlässigkeit der geschichtlichen Angaben der Bibel. Im Gegensatz dazu erhebt die Bibel aber den Anspruch, von Gott inspiriert zu sein. Welche Gründe gibt es, diesem Wort zu vertrauen?

Die Bibel enthält viele Prophezeiungen, die historisch überprüft werden können und sich zum großen Teil schon erfüllt haben, wie z.B. die Vorhersagen von Jesu Geburt und seinem Sterben. Auch wenn die Bibel kein wissenschaftliches Buch ist, ist sie doch ein zuverlässiges, historisches Dokument. Die Archäologie leistet mit ihren Ausgrabungen einen wertvollen Beitrag dazu, die Bibel ins Licht der Wahrheit zu rücken. Seit dem 19. Jahrhundert liefert sie ununterbrochen Indizien dafür, dass der biblische Bericht wahrheitsgetreu ist.

Dazu einige Beispiele:

  • Vom Volk der Hethiter (2. Könige 7) nahm man bis vor 200 Jahren an, es handle sich um eine Legende, da von seiner Existenz außerhalb der Bibel nichts bekannt war. 1906 grub der deutsche Forscher H. Winckler die Ruinen von Bohazköy (heutige Türkei) aus und fand dort eine Bibliothek mit über 10000 Keilschrifttafeln, die eindeutig bewiesen, dass er die Hauptstadt der Hethiter und damit das längst vergessene Volk gefunden hatte.
  • Auch den babylonischen König Belsazar und die Geschichte von der Schrift an der Wand (Daniel 5) wollten Bibelkritiker als erfunden abstempeln. Die Geschichtsschreibung nannte Nabonid als letzten König von Babel, doch die Bibel führt Belsazar als Sohn und König auf. Im Jahre 1854 durchforschte ein britischer Konsul die Ruinen einer alten Stadt im südlichen Irak. Er fand einige Tonzylinder mit Keilschriftzeichen, die, wie sich herausstellte, auf Befehl des Königs Nabonid von Babylon (555-539 v.Chr.) verfasst worden waren. Auf ihnen war unter anderem ein Gebet um langes Leben für Nabonid und seinen ältesten Sohn Belsazar festgehalten. Belsazar lebte tatsächlich, wie die Bibel es bezeugt.? Die "Israel-Stele" (Gedenkstein) wurde 1896 im ägyptischen Theben gefunden. Sie enthält die älteste außerbiblische Erwähnung des Volkes Israel (um 1200 v. Chr.). Das Volk Israel existierte also tatsächlich schon früher, als es viele Forscher lange Zeit annahmen.
  • Im Britischen Museum wird das so genannte "Taylor-Prisma" aufbewahrt: Seine Inschrift berichtet über die Siege des assyrischen Königs Sanherib (705-681 v.Chr.). Sanherib erwähnt in seinem Bericht den jüdischen König Hiskia. Vergleicht man die Inschrift mit dem biblischen Bericht über den Kampf der Assyrer mit den Israeliten, entdeckt man einige Unterschiede. Dennoch wird deutlich, dass beide Berichte vom selben Ereignis sprechen; die Unterschiede sind nicht verwunderlich, da die zwei Berichte von Gegnern verfasst wurden.
  • Es gibt viele weitere Funde, welche die Aussagen des Alten und Neuen Testaments stützen, wie zum Beispiel eine Inschrift (gefunden 1961), die Pontius Pilatus als reale Persönlichkeit erweist.

Für denjenigen, der der Bibel vertraut, sind die archäologischen Funde nicht mehr als eine Bestärkung des Glaubens. Die Bibel braucht nämlich keine komplizierten, wissenschaftlichen Beglaubigungen zum Beweis ihrer Autorität und Inspiration. Jesus sagte zum zweifelnden Jünger Thomas: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" Johannes 20,29 Das Wort Gottes bedarf einer geistlichen Beurteilung und möchte geglaubt werden. Die wichtigste Aufgabe der biblischen Archäologie ist es daher, den Hintergrund der Bibel zu erhellen, damit wir das Umfeld und die Lebensweise der Menschen von damals besser verstehen.

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