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Welche Bedeutung hat Ostern?

Über den Tod, der Leben bringt

Was wir heute als Ostern bezeichnen, nannten die alten Israeliten Passah. Es waren Gedenktage an das Gericht über die Ägypter und an die Errettung aus der Sklaverei: "Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den Herrn ..." 2. Mose 12, 14 Das Volk sollte niemals vergessen, dass nicht seine, sondern Gottes Macht die ersehnte Befreiung herbeiführte.

Beim Passahfest wurde ein Lamm geschlachtet, sein Blut außen auf die Türpfosten gestrichen und das Fleisch mit bitteren Kräutern gegessen. Das Lamm musste besondere Bedingungen erfüllen: "Ihr sollt aber ein solches Lamm nehmen, an dem kein Fehler ist, ein männliches Tier, ein Jahr alt." 2. Mose 12, 5 Dieses Tier wurde zum Symbol für den zukünftigen Erlöser. Johannes der Täufer erkannte in Jesus Christus die Erfüllung der Passahzeremonie: "Am nächsten Tag sieht Johannes, dass Jesus zu ihm kommt, und spricht: Siehe, das ist Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt!" Johannes 1, 29 Das gleiche Schicksal wie das Lamm zu Passah erlitt auch Christus. Er starb schuldlos und im besten Alter. Auch sein Todestag stimmte mit der Zeremonie überein - der 14. Nisan (Nisan oder Abib = der erste Monat der Israeliten im Jahr; März/April). Dieser Tag bekam durch das Opfer Jesu zum zweiten Mal in der Menschheitsgeschichte eine besondere Bedeutung. Wiederum wurde er zur Erinnerung an eine Befreiung - diesmal nicht von der Gefangenschaft der Ägypter sondern von der Gefangenschaft der Schuld und Sünde.

Der einzelne Hebräer in Ägypten konnte die Passah-Zeremonie nicht seinem Nachbarn, dem Priester oder einfach dem Volk überlassen. Wollte er die Befreiung für sich beanspruchen, musste er sich persönlich beteiligen. Wer von seiner Schuld und von der Abhängigkeit der Sünde befreit werden möchte, muss sich heute ebenso persönlich darum kümmern. Kein anderer Mensch, keine Kirche und kein Priester kann für ihn die Befreiung bewirken.

Das heutige Passah

Es erinnert daran, dass wir Befreiung brauchen. Sie ist nicht nur eine Freisprechung im juristischen Sinn, sondern eine Erfahrung, die besonders im Leben deutlich wird.

Gott bezeichnet die Menschen als Sünder, an denen von Natur aus nichts Gutes ist: "Sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben. Da ist keiner, der Gutes tut, auch nicht einer." Römer 3, 12 Wir gelten nach dem biblischen Wort als Sklave der Sünde: "Ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft." Römer 7, 14

Auch wenn wir uns nie als Sklave gefühlt haben, sind wir es trotzdem von Natur aus. Man erkennt es daran, dass wir zwar das Gute wollen, dann aber doch das Schlechte tun: "Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht; sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich." Römer 7,18.19

Von dieser Herrschaft der Sünde, die uns schließlich den ewigen Tod bringt (Röm. 6, 23), möchte uns Christus befreien. Die Bibel zeigt den Weg, der zu dieser Befreiung führt. Dies ist eine persönliche Angelegenheit zwischen dem Einzelnen und Christus.

Die Folgen des Wirkens Jesu an uns werden sichtbar sein: "Gott sei aber gedankt, dass ihr Knechte der Sünde gewesen seid ... Denn indem ihr nun frei geworden seid von der Sünde, seid ihr Knechte geworden der Gerechtigkeit." Römer 6, 17. 18

Wer dies persönlich erlebt, für den bedeutet Ostern Sterben und Leben zugleich. Sein altes Leben wurde begraben. Er fand ein neues Leben, frei von den Abhängigkeiten und den zerstörenden Folgen der Sünde.

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