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Verfasser:Mag. Claudia Flieder
Erschienen in:Top Life Aktuell 1102

Haben wir Zukunft? Trends, globale Entwicklungen und die Frage der Hoffnung

"Weltbank warnt vor Hungerkrise." - "Korruptionsverdacht bei VW und Deutscher Telekom" - "Jemen: Blutige Demonstrationen" - "Krebs: Weltweit 7,6 Millionen Opfer pro Jahr" Schlagzeilen eines Tages - aus der Tageszeitung "die Presse" vom 15.2.2011. Drängt sich eine Frage auf: Wenn wir in die Welt von heute blicken, haben wir Grund zum Optimismus? ...

Optimismus meint ja eine positive Zukunftserwartung, den Glauben an ein gutes Ende aller Dinge. Wikipedia erklärt: "Optimismus (von lat. optimum, das Beste) ist ursprünglich der Glaube, in der besten aller möglichen Welten zu leben." Wie geht es Ihnen, wenn Sie diese Definition lesen? Leben wir "in der besten aller möglichen Welten"? Nehmen wir sie doch unter die Lupe, die Situation unserer Welt. Vier große Bereiche lassen sich ausmachen, die das globale Weltgeschehen heute prägen.

1) Das Problem der Ernährung: Für uns kaum vorstellbar, da wir in einer Überflussgesellschaft leben, stirbt doch alle 7 Sekunden ein Kind an Hunger. Alle 7 Sekunden ein verhungertes Kind! - und das im 21. Jahrhundert. Wie die Weltbank-Studie "Food Price Watch" kürzlich bekanntgab, nahm die Zahl der "extrem Armen" seit Juni 2010 um 44 Millionen zu. Die enorme Teuerung veranlasst die Weltbank, vor einer ernsten Hungerkrise zu warnen. Kriegen wir dieses Problem noch in den Griff?

2) Zum Zweiten beschäftigt uns das Problem der Sicherheit. Bosheit, Hass, Feindschaft, Verbrechen, Terrorismus halten uns in Angst und bedrohen unsere Sicherheit. Unsere Welt ist unsicher geworden – das wissen wir spätestens seit dem 11. September 2001. Ein Blick in das aktuelle Weltgeschehen macht uns deutlich: Es kriselt in den alten Regimen. Tunesien und Ägypten waren der Anfang. Demonstrationen sind an der Reihe - werden sie alle friedlich enden? Wie lange spielt das Militär noch mit? Und welche Kräfte gelangen durch die Umstürze an die Macht?

3) Wenden wir uns dem dritten Bereich zu: Obwohl der medizinische Fortschritt großartige Leistungen erbracht hat, haben wir das Problem des Todes nicht gelöst. Nicht nur Krebs und AIDS machen uns zu schaffen, sondern auch moderne Zivilisationskrankheiten und neue Seuchen. Droht Europa eine Demenzwelle? Gar nicht zu reden von den Störungen im psychosomatischen Bereich, den Traumata und psychischen Erkrankungen. Unsere Welt wird nicht gesünder, allen Errungenschaften und Erkenntnissen zum Trotz.

4) Und auch im 4. Bereich steht es nicht zum Besten: der Umwelt. Wie lange erträgt unsere Erde noch das Maß an Vergiftung und Verseuchung, das wir ihr zumuten? Keiner weiß, wie viel Atommüll im Meer versenkt ist. Vögel fallen tot vom Himmel - eine Folge unserer Umweltgifte? Wie lange werden wir noch reine Luft zum Atmen haben und gesunde Nahrungsmittel genießen können? Vom Trinkwasser gar nicht zu reden - das ist in den meisten Ländern unserer Erde sowieso nur noch im Supermarkt erhältlich.

Sind Sie Optimist?

Zurück zu unserer Eingangsfrage: Sind Sie Optimist? Glauben Sie noch an die Zukunft unserer Welt? Selbst wenn man sich verzweifelt an die rosarote Brille klammert, sollte man noch immer erkennen, dass die Menschheit eigentlich Hilfe bitter nötig hat. Wir treffen uns auf Kongressen, diskutieren und debattieren, beschließen Maßnahmen und starten Projekte – ein Tropfen auf den heißen Stein? Freilich, schon manche Idee wurde klein geboren, und man sollte stets nach vorne schauen - aber dennoch die Scheuklappen ablegen. Und wenn wir ehrlich hinschauen, müssen wir sagen: Diese Welt taumelt dahin, dass es besorgniserregend ist.

Wie soll es mit der guten alten Erde, mit uns Menschen weitergehen? Werden wir die globalen Probleme lösen können? Sie zweifeln daran? Verständlich, aber was gibt Ihnen dann Mut und Hoffnung? Was motiviert Sie, dennoch in Ihre Zukunft durchzustarten?

Alles im Griff?

Stellen Sie sich bitte einmal vor, auf einem unserer Weltkongresse zur Lage der Menschheit würde ein Mann aufstehen und behaupten, er kenne die Lösung für alle unsere Probleme. Es gebe tatsächlich Hoffnung und ein gutes Ende. Ein Spinner, würden Sie vermutlich sagen. Ein Träumer, ein Utopist. Nicht ganz dicht im Kopf. Was aber, wenn er Recht hätte? Wenn es wirklich eine ganz begründete Hoffnung gäbe und eine reale Zukunftserwartung? Vielleicht denken Sie nun: Wir werden doch hier noch alles in den Griff bekommen, nicht wahr? Das kann doch nicht sein, dass alle unsere Politiker keine Lösungen parat haben? Dass die klugen Köpfe dieser Welt uns auch nicht helfen können? Was bleibt uns an Alternativen? Einfach nicht an die Zukunft denken, so frei nach dem Motto: Hinter mir die Sintflut! Oder eben so weiterwurschteln wie bisher? Was gefragt ist

Nun, für jene, die weiterdenken, noch ein paar Worte: Selbsttäuschung ist letztlich auch Betrug - an sich selbst und an seiner Umwelt. Weder die schwarze noch die rosarote Brille verhelfen uns zu einer klaren Welt- und Zukunftssicht. Nüchternheit ist gefragt angesichts einer aufgeheizten Stimmung in Politik und Weltgeschehen. Doch nicht Pessimismus ist das Schlüsselwort unserer Zeit, sondern berechtigte Hoffnung.

Ja, es gibt tatsächlich Hoffnung. Wir können mit Optimismus in die Zukunft blicken. Nicht, weil unsere Erde immer besser wird. Diesen Fortschrittsglauben haben wir bereits hinter uns gelassen. In den 60er, 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts war man sich noch sicher, dass die Welt immer besser würde. Mondlandung, medizinische Errungenschaften, technische Neuerungen, moderne Musik und die Revolte gegen alles "Alte", "Gutbürgerliche" brachten kollektive Euphorie mit sich. Wir gestalten Zukunft! Wir schaffen alles, was wir wollen! Die Welt steht uns offen - so könnte man das Lebensgefühl dieser Zeit beschreiben. Doch dann stellte sich allmählich Ernüchterung ein. Hunger und Kriege, Krisen und Katastrophen - wir konnten sie nicht beseitigen. Die Welt wurde nicht besser, nicht gesünder, nicht schöner, das Leben nicht ewiger und die Menschen nicht friedliebender. Die Probleme haben uns überrollt. Dennoch, um es noch einmal festzuhalten: es gibt Hoffnung. Wenn, ja, wenn wir mit dem rechnen, der die Lage immer noch unter Kontrolle hat.

Es gibt einen Plan ...

Gott hat diese Erde nicht ihrem Schicksal überlassen. Die Bibel hält uns vor Augen: Gott hat einen Plan für uns. Seit jeher lenkt er das Weltgeschehen. Könige und Regenten, Weltreiche und Imperien - Gott kennt sie alle von Anbeginn an, und wo Machthaber sich ihrer Macht rühmen, da steht noch immer der ewige Gott darüber. Nichts und niemand kann ihm das Ruder aus der Hand reißen. Wo wir nicht weiterwissen, wo wir keinen Durchblick mehr haben - Gott kennt die Zukunft. Dies gilt im Großen wie auch im Kleinen. Denn auch in meinem persönlichen Leben gilt: Gott hat die Lage im Griff. Kein Problem ist ihm zu groß, kein Anliegen zu gering. Und wo Menschen ihm vertrauen, da wendet sich das Leben zum Guten. Eine reale Erfahrung - fragen Sie mal nach bei Christen, die aktiv glauben. Studieren Sie die Schicksale der Männer und Frauen der Bibel, die diesem ihrem Gott ihr Leben anvertrauten. Oder erleben Sie es selbst. Dann wissen Sie wieder, dass es Zukunft gibt. Heute und hier - für Sie konkret!

... und eine Zukunft

Und was hat Gott mit dieser Erde vor? Die Bibel gibt auch darüber Auskunft, freilich nicht, damit wir uns in Spekulationen und Zukunftsdeutungen verlieren. Sondern um uns Mut und Hoffnung zu schenken. Es wird eine neue Erde geben, ein Leben ohne die Krisen und Katastrophen unserer Zeit, ohne Schmerz und Krankheit, ohne Tränen und Leid – das mag Ihnen jetzt vielleicht fantastisch und unglaubwürdig erscheinen. Kein Problem, lernen Sie zuerst den kennen, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft in seiner Hand hält: Gott. Er kennt auch mein Morgen und führt Sie und mich sicher an das Ziel unseres Lebens. Bis dahin leben wir in einer Welt, die ihre Zukunft aufs Spiel setzt und selbstvergessen am Rande des Vulkans tanzt. Doch bei all dem, was uns bedroht und gefährdet, gilt das gute Wort Jesu: "In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: ich habe die Welt überwunden." Johannes 16,33

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